Permakultur im Kleinformat

Meine Balkonwoche: Blüten und Sommerhitze

Posted on Apr 23, 2018 in Insekten, Urban farming

Auch in der vergangenen Balkonwoche waren wieder die wunderschönen Blüten der Obstkulturen die Stars. Der Birnbaum – Foto oben – bietet nach wie vor ein bezauberndes Bild. Aber auch der Säulenapfelbaum produziert nun, da es sehr warm geworden ist, seine weissen Blüten:

Obstbaumblüten sind jetzt wichtige Nektarlieferanten, dieses Jahr kommen sogar Hummeln, um sich hier zu verpflegen. Das freut mich so, weil ich mir immer Hummelbesuch auf dem Balkon gewünscht habe 🙂 Bis zur ersten Erdbeerernte kann es nicht mehr lange gehen:

Ganz dezent erschienen die Blüten der Heidelbeere, man sieht sie kaum, dieser Strauch mag es Ton in Ton in allen Grünschattierungen und wenn ich so die Anzahl der Blüten betrachte, dann sollte mir hier eine reiche Ernte blühen:

Die Haselsträucher treiben kräftig aus, ich finde diese schnellen Entwicklungen von der Knospe zum Blatt ja immer so spannend und bin glücklich, solche Momente vor die Linse zu bekommen:

Ja, das waren so die Wochenhighlights von meiner privaten Ferieninsel, nebst der Tatsache, dass man quasi direkt von den Winterstiefeln in sommerliche Sandalen umsteigen und draussen sitzen konnte bis spät in die Nacht hinein 🙂 Hier zum Abschluss nochmals eine Birnbaumblüte:

Naturmomente

Posted on Apr 19, 2018 in Outdoors, Wohlbefinden

Ein unglaublicher schöner Monat, dieser April, in dem alles wieder zum Leben erwacht. Voller Elan und Optimus, mit sanftem Licht und lauer Luft. Am Bachufer recken die bezaubernden, sympathischen Botinnen des Frühlings, die Buschwindröschen, ihre kleinen Köpfe der Sonne entgegen und bilden ein zartes, weisses Blütenmeer ♥

Jetzt – bevor die Bäume richtig ausschlagen – ist ihre Zeit und die aller anderen Waldblumen. Noch bekommen sie genügend Licht und nutzen die Gunst der Stunde. Bald werden die Blätter der Bäume ihren kleinen Blumenhimmel verdunkeln.

Meine Balkonwoche

Posted on Apr 15, 2018 in Urban farming, Wetter

Momentan geschieht da draussen so viel; es ist sonnig geworden und sehr warm und die Pflanzen lassen sich nun durch nichts mehr aufhalten. Die Blüten des kleinen Birnbaumes gefallen mir grad so gut. Bei der Salweide habe ich den Übergang von Kätzchen zu Blättern eingefangen:

Das Nektarinenbäumchen blüht immer noch und verströmt einen betörenden, zarten Duft:

Und überall spriessen junge, kräftige, sattgrüne Blätter, so wie hier bei der Cassisbeere / schwarzen Johannisbeere:

Auch der Stachelbeerstrauch spürt den Frühling. Ja, so macht Balkongärtnern richtig Spass ♥

Einjährig?

Posted on Apr 8, 2018 in Urban farming

Blüten sind immer schön, aber wenn eine als einjährig (!) angeschriebene Erdbeerpflanze nun schon bereits im dritten Jahr blüht, dann ist das besonders schön ♥ und auch die kräftigen jungen Blätter, die sie eifrig produziert, deuten doch eher auf Mehr- denn auf Einjährigkeit 🙂

Erste Balkonblüten

Posted on Apr 5, 2018 in Insekten, Urban farming

Eigentlich sind sich Obstkulturen wie Pfirsich, Nektarine oder Aprikose an ein wärmeres Klima gewöhnt, doch sie gedeihen auch sehr gut in Kübeln auf einem sonnigen Balkon in etwas nördlicheren Gefilden. Mein Zwerg-Nektarinenbäumchen liess sich vom Schnee, den es hier vor ein paar wenigen Tagen nochmals gab, überhaupt nicht beeindrucken und eröffnet sogar den diesjährigen Blühreigen ♥ Der Standort direkt an der nach Westen weisenden Mauer scheint dem kleinen Baum gut zu bekommen! Bei den Insekten übrigens ist die südländische Pflanze wegen ihres wertvollen Nektars auch sehr beliebt ♥

Eine Malve!

Posted on Apr 4, 2018 in Urban farming, Wohlbefinden

Diese Jungpflanze der Wilden Malve (Malva sylvestris) habe ich zu Ostern geschenkt gekriegt ♥ Sie wird noch kräftig wachsen und eines Tages als blühende Pflanze eine wertvolle Bienenweide sein; mir gefallen auch jetzt schon diese rundlichen, dicken, stark strukturierten Blätter so sehr! Die Malve wird hoch geschätzt in der Heilpflanzenkunde und findet dort auf viele Arten Verwendung. Ach ja, die besten Heilmittel findet man doch eh in der Natur draussen oder im eigenen Beet oder Blumentopf ♥

Sonne und frische Aprilfarben

Posted on Apr 2, 2018 in Outdoors, Wetter

Sonnig und mild ist es heute. Endlich! Die Vegetation ist zwar lange nicht so weit, wie sie es um diese Jahreszeit sein sollte, aber ein paar wagemutige Pflanzen, wie hier der stets schon sehr früh blühende Huflattich, lassen sich nun durch nichts mehr davon abhalten, uns mit ihrem schönsten und frischesten Aprilgelb entgegen zu strahlen ♥

Bei bedecktem Himmel schliesst der Huflattich seine Blüten übrigens! Ich befürchte, da hatte er einiges zu tun in den letzten Tagen… Frühling, bitte geh nicht gleich wieder weg! Wir alle brauchen deine wärmenden Sonnenstrahlen und ein blauer Himmel macht uns gute Laune 🙂

Der Märzbalkon / Teil 2

Posted on Apr 1, 2018 in Insekten, Planung, Urban farming

Kein Aprilscherz 🙂 Die Fotos stammen von letzter Woche, aufgenommen als es kurz mal „warm“ war… Dem Lampenputzergras – ein Ziergras – habe ich einen zünftigen Rückschnitt verpasst. Ich dachte, jetzt wo die Nächte nicht mehr ganz so kalt werden, ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Seit ich weiss, wie ungemein nützlich das Ruprechtskraut für kleine Insekten ist, lasse ich es stehen. Als Bodendecker unter den Obstbäumchen macht es sich ja eigentlich auch ganz gut:

Die Heidelbeere ist neu hier. Um gut zu gedeihen, braucht sie Bodenbedingungen mit einem sehr niedrigen pH-Wert. Es gäbe Dünger speziell für Heidekrautgewächse, aber ich werde der Heidelbeere regelmässige Essig-Mahlzeiten servieren. Damit habe ich schon bei der Calluna und den Scheinbeeren gute Erfahrungen gemacht:

Das kleine Mirabellen-Bäumchen steht an der warmen Hausmauer und macht schon voll mutig einen auf Frühling:

Ausgerechnet bei den Walderdbeeren (die müssten sich doch eigentlich einiges gewohnt sein…) war ich mir nicht sicher, ob ihnen die kalten Winternächte nicht doch zu sehr zugesetzt hatten, aber nun produzieren sie täglich junge Blättchen ♥ :

Der Märzbalkon / Teil 1

Posted on Mrz 27, 2018 in Planung, Urban farming

Die Pflanzen auf dem Balkon erwachen aus dem langen Winterschlaf und jeden Tag gibt es nun Neues zu entdecken. Auch diejenigen Schönheiten, die man fast übersehen könnte, zum Beispiel das frisch spriessende Gras. Wie jedes Jahr gehört die Fetthenne zu den ersten Pflanzen,  die den Vegetationsreigen eröffnen:

Die fünffarbige Calluna ist den Winter über noch schöner geworden dünkt mich. Ihre Farbenpracht ist noch ein Stück intensiver geworden:

Kräuter, so heisst es so ziemlich überall, seien meist nur einjährig und vor allem seien sie überhaupt nicht winterhart. Sämtliche Kräuter hier haben aber auch die eiskalten Tage im Februar ohne Probleme gemeistert. Nun geniesst der Rosmarin sein verdientes Sonnenbad:

Ganz neu eingezogen hier ist ein Stachelbeerstrauch, auch eine Obstsorte, die sich für den Anbau im Topfgarten gut eignet und obendrein noch etwas für’s Auge bietet. Ich bin schon jetzt ganz verliebt in diese zarten aber bereits stark strukturierten, rundlichen Blätter ♥ :

Urban Gardening

Posted on Mrz 25, 2018 in Urban farming, Wohlbefinden

Die Schweizerische  Coop Zeitung hatte in ihrer ersten Ausgabe dieses Jahres das Thema „Leben morgen“ im Fokus. Unser Leben in der Schweiz in 20 Jahren, wie wird es aussehen? Eine der Zukunftsprognosen möchte ich für diesen Blogbeitrag aufgreifen:

„Die Landwirtschaft erobert die Zentren und die Städte werden dadurch sehr grün. Die Dächer der Gebäude entwickeln sich zu Gemüsegärten. Wie alle ihre Freundinnen hat auch die fiktive Hauptperson des Artikels einen kleinen Garten auf dem Balkon. Dort baut sie ihr eigenes Bio-Gemüse an.“

Immer mehr kann ich die Tendenz zum Urban Gardening auf Balkon und Terrasse auch in meinem eigenen Umfeld beobachten. Die Wachstumszyklen von Pflanzen zu erleben, das eigene Ernteerlebnis zu zelebrieren, das scheint trendy zu sein. Ich habe mal versucht, meine Gedanken zu diesem Thema zusammenzufassen:

Was direkt vom Balkon oder aus dem Garten auf den Teller kommt, benötigt keinen Transport, keine aufwändigen Verpackungen, die nachher entsorgt werden müssen, keine Pestizide und viel weniger Düngemittel. Abfälle gibt es kaum. Was unreif geerntet, um die Welt gekarrt, -zig mal gespritzt, vakuumiert und schliesslich für Tage im Ladenregal vor sich hergammelt, kann weder mit der Frische noch mit dem Aroma von Selbstgeerntetem mithalten. Und schliesslich ist Urban Gardening ein erfüllendes Hobby, verschafft einen anderen Zugang zu Lebensmitteln und führt ein grosses Stück zurück zur Natur und zu den Ursprüngen des Menschen als Selbstversorger. Den gesundheitlichen Aspekt möchte ich auch nicht ausser Acht lassen, denn wie heisst es: man ist, was man isst!

Die Konsumgesellschaft ist total aus den Fugen geraten. Etwas selber machen, experimentieren, sich mit Gleichgesinnten austauschen, damit kann jeder etwas im Kleinen bewirken. Vor Jahren hätte ich nicht mal daran gedacht, eines Tages selber Nutzpflanzen zu ziehen. Heute macht mich die Ernte vom eigenen Balkon stolz und glücklich. Und nie im Leben hätte ich gedacht, wie viel Ertrag man auf relativ wenig Platz generieren kann. Selber gezogene und gepflegte Pflanzen zu essen, nicht mehr länger nur Konsumentin zu sein, das fühlt sich für mich persönlich wahnsinnig gut an.

Vom Ideellen mal weg zur Frage nach dem Materiellen: alles, was nicht gekauft werden muss, bringt eine Ersparnis. Ganz besonders gilt das für diejenigen Pflanzen mit den hohen Erträgen. Ich denke da an den Kohlrabi oder die Erdbeeren und später im Jahr dann die kleinen Haselsträucher, die erstaunlich viele Nüsse liefern. Dasselbe gilt für Delikatessen: wenn diese überhaupt zu finden sind in auserwählten Geschäften, dann garantiert zu hohen Preisen. Hirschhornsalat und meine Cassis-Beeren kommen mir da in den Sinn. Hinzu kommt hier noch, dass unsere Tiere die Blätter der angebauten Kulturen bedenkenlos fressen dürfen und die zahlreichen Beikräuter für sie eine wertvolle Kost sind, also bei den Tieren gleich nochmals Geld gespart! Wenn ich daran denke, was ich früher teilweise direkt nach dem Kauf wegwerfen musste, da welk oder verdorben oder sonstwie ungeniessbar. Schade um’s Geld. Und schlecht für die Umwelt. Ein Drittel aller angebauten Lebensmittel wird weggeworfen. Was für eine Verschwendung wertvoller Ressourcen!

Wie seht Ihr diese Entwicklung? Fühlt Ihr Urban Gardeners Euch als Exoten oder habt Ihr auch das Gefühl, dass sich immer mehr Menschen nach einem Leben als Selbstversorger sehnen und ihre noch so spärlichen Möglichkeiten nutzen, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen?