Die Superhenne

Nun ziert sie wieder den Vorgarten, die Fetthenne (Sedum telephium) mit ihren wunderschönen karminroten Sternchenblüten…

…einen einzigen Stängel haben wir vor Jahren im Glas Wurzeln schlagen lassen und dann ausgepflanzt, ja, sie hat sich wirklich ausgebreitet, diese anspruchslose Rabattenstaude, der jede Wetterlage recht ist, sie trotzt dem kältesten Winter genauso wie glühender Hitze und weder Sturm noch Trockenheit noch zu viel Nässe können ihr etwas anhaben. Die Fetthenne erfordert weder Rückschnitt noch Düngergaben…

… und Dank ihres reichen Angebots an Nektar ist sie ein Eldorado für alle Honigmacher und dies jeweils bis spät in den Herbst hinein.

Ebenfalls im Vorgarten räkelt sich gelangweilt diese Hortensie. Kein Insekt besucht sie je, noch nicht mal Schädlinge interessieren sich für sie. Sonne verträgt sie schlecht und sie braucht Unmengen an Wasser. Ein Fehlkauf aus einer Zeit, in der ich mir Pflanzen noch ziemlich gedankenlos angeschafft hatte. Ich kann noch nicht mal optische Gesichtspunkte geltend machen, denn ich ganz persönlich finde die Fetthenne um Längen attraktiver, geheimnisvoller, wilder und interessanter anzuschauen.

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4 Kommentare zu Die Superhenne

  1. Almuth sagt:

    Liebe Arletta, was für eine superschöne Superhenne (und ich dachte, es kommt ein Huhn 😉 ! Hätte ich das früher gewußt. Das wäre vielleicht etwas für meine „Baumscheibe“ (also Unterpflanzung) gewesen, aber dort ist nicht mehr viel Platz und der vermutlich auch schon vergeben. Sooo schön ! Ich habe sie schon des öfteren gesehen, bin allerdings nie darauf gekommen, daß es eine Fetthennenart ist. Unglaublich, wie die sich bei dir ausgedehnt hat. Oder nein, nicht unglaublich, bei so einer netten Wirtin 🙂 Für die Hortensie muß ich eine kleine Bresche schlagen. Wenn sie richtig toll blühen, sehen sie schon hübsch aus. Ich habe mal in Irland ganze Reihen davon gesehen und sie paßten schön in die Landschaft. Aber ich würde sie mir auch nicht in den Garten setzen. Die Kletterhortensien, die bieten Nektar, glaube ich. Wie auch immer, deine Fetthenne ist ne Wucht, wunderschön in meinem Lieblingspink !! Viele liebe Grüße, auch an die Besucher 🙂 Almuth

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Vielen Dank, liebe Almuth 🙂 Ja, so richtig wuchtige Hortensienbüsche in allen Farben, die sehen wirklich toll aus! Und es gibt Gebiete, in denen es so viele Nektarpflanzen gibt, da ist das dann auch egal, wenn Hortensien rumstehen 🙂 aber hier, wo alles überbaut wird, was überbaut werden kann, wo man zusehen kann, wie das ökologische Gleichgewicht noch vollends den Bach runtergeht, hier kann ich Hortensien nicht so leicht verzeihen 🙂 Wie Du sagst, es gibt auch nektarhaltige Sorten, meine hier ist aber keine von dieser Sorte. Die sieht einfach nur relativ schön aus, ansonsten vollkommen nutzlos und langweilig. Ich bin ja eh ein Fetthennenfan 🙂 bei meiner auf dem Balkon gehen bald die Blüten auf, die Bienen werden sich freuen 🙂 Mit lieben Grüssen zurück, Arletta

  2. Liebe Arletta, ich kenne diese Staude als Spüre. Sie blüht hier auch gerade und sieht toll aus. Hortensien habe ich auch im Garten. Ich mag sie schon. Für Bienen und andere Insekten habe ich anderweitig vorgesorgt.

    LG kathrin

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Kathrin. Die Bezeichnung „Spüre“ habe ich noch nie gehört! Aber bis vor kurzem wusste ich auch noch nicht, was ein „Paradeiser“ ist 🙂 Darauf wollte ich ja eigentlich hinaus: wenn für die Insektenwelt das Buffet reichlich gedeckt ist, dann kann ich Hortensien verzeihen 🙂 mir geht’s darum, dass sich die Menschen einfach bewusst werden, dass sie mit dem Kauf einer Hortensie die Insektenwelt nicht unterstützen und dies in ihre Planung einbeziehen. Mit ganz lieben Grüssen, Arletta

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