Herbstwald auf dem Teller

Ein neues Kochbuch motiviert mich immer augenblicklich zu neuen kulinarischen Experimenten, vor allem dann, wenn ein Kochbuch so speziell gut ist wie My New Roots von Starköchin und Bloggerin Sarah Britton. Zusätzlich suchte ich nach Ideen, wie sich meine eingemachten Preiselbeeren möglichst lecker in Szene setzen liessen.

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Preiselbeeren, gepflückt Ende September am Waldrand von niedrigen Sträuchern, und mit wenig Stevia (als Zuckerersatz), Zitronensaft und Apfelpektin eingekocht, verleihen vielen Gerichten ein herbstliches Flair

wp_20161120_11_38_14_pro-2Starköchin und Autorin Sarah Britton empfiehlt in My New Roots den Verzehr ganzer, ungekochter Cranberries (der amerikanischen Variante der Preiselbeeren) „so wie sie die Natur hat reifen lassen“ und inspiriert uns mit saisonalen Rezepten   wp_20161120_12_01_45_pro-2wp_20161120_12_14_57_pro-2Das Buch ist nach Jahreszeiten eingeteilt. Wir haben Herbst und ich wollte ein Rezept, welches Pilze beinhaltet nebst den schon erwähnten Preiselbeeren. Fündig geworden und inspiriert für die nächsten 50 Kochsessions machte ich mich an die Arbeit. Das Resultat hat wirklich gemundet, wenn ich auch bezüglich Zutaten und Gewürzen etwas improvisieren musste, denn einiges, was Sarah Britton empfiehlt, bekomme ich hier in der Schweiz nicht. Hier meine etwas abgespeckte Zutatenliste:

Teigwaren                                                                                                                                           Pilze (ich habe getrocknete verwendet)                                                                                 Gemüse nach Wahl                                                                                                                      Sauce (Jäger- oder Rotweinsauce aus dem Beutel passen beide sehr gut)                 eingemachte Preiselbeeren

Die einzelnen Zutaten bereitete ich nach Kochanleitung zu. Gut, mit der fixfertigen Rotweinsauce aus dem Beutel wäre die Autorin wohl nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung, die ich damit rechtfertige, dass ich Rezepte eh nie akribisch genau nachkoche; sie dienen mir vielmehr als Inspiration zur eigenen Interpretation quasi. Gut. Aber mit den selber eingemachten Preiselbeeren (sie kamen kalt über das fertige Gericht übrigens) habe ich hoffentlich meine Ehre gerettet.

wp_20161120_13_27_39_pro-2Die Rezepte in My New Roots kommen vollständig ohne Milchprodukte, Gluten und Industriezucker aus! Das Ethos der Autorin sind natürliche Zutaten, nahrhafte Mahlzeiten und vor allem die Schmackhaftigkeit!

wp_20161120_13_24_16_pro-2100 vegetarische Rezepte (viele auch vegan), saisonal aufgeteilt, auf 256 Seiten. My New Roots ist definitiv ein Quell der Kochinspiration und zudem noch phantastisch bebildert (die Autorin fotografiert alles selber). Ich besitze mittlerweile unzählige Kochbücher, aber auf dieses möchte ich definitiv nicht mehr verzichten. 39.90 gut investierte Schweizer Franken kostet das Werk und ist auf Deutsch erschienen im Verlag Knesebeck. Sarah Britton wurde ursprünglich bekannt mit ihrem Kochblog My New Roots und für diesen gilt dasselbe wie für das Buch: visuell ansprechend, inspirierend mit einzigartigen Rezepten, motivierend und leicht nachzukochen, wirklich lesens- und sehenswert!

 

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