Jetzt aktuell im Wald: Holunder

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September/Oktober ist die Zeit reifer Holunderbeeren. Die Früchte haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und lassen sich in der Küche auf vielfältige Art zubereiten: zu Saft, Sirup, Punsch, Konfitüre. Die Beeren lassen sich auch gut im Dörrautomat verarbeiten; getrocknet sind sie eine Delikatesse zu Wildgerichten oder auf einem Salat.

Diesen Herbst habe ich erstmals Holunderbeeren zu Chutney verarbeitet. Chutney wird ja hauptsächlich zu Fleischgerichten serviert, ich verwende ihn gerne zu gebackenem Camembert. Holunder-Chutney zuzubereiten hat eine etwas unangenehme Nebenwirkung: die Färbekraft der Früchte ist dermassen stark, dass die Hände nachher für Tage blau sind, auch Kontakt mit Kleidungsstücken sollte vermieden werden.

Nun aber zu meinem Holunder-Chutney-Rezept. Einige Utensilien sollten bereitstehen, denn wie gesagt, mit frisch eingefärbten blauen Händen nach Küchengeräten zu suchen, könnte sich etwas umständlich gestalten: 4 saubere Marmeladengläser, Küchenwaage, Gabel, grosses Sieb, Zitronenpresse, Schöpfkelle, Rüstmesser, Kochtopf (grossen Topf wählen; wenn Holunder kocht, dann sprudelt es ziemlich stark).

Für 4 Gläser Chutney brauchen wir an Zutaten:

-1 kg Holunderbeeren (nur ganz reife Früchte und nur frisch gepflückte verwenden!)        -4 Esslöffel Zucker                                                                                                                              -60 ml Balsamico-Essig                                                                                                                        -1 Zwiebel                                                                                                                                                -1 Knoblauchzehe                                                                                                                                   -1 Bio-Limette                                                                                                                                  -Salz, Pfeffer, gehackter Ingwer, Senfkörner, Koriander als Würze

Die Holunderbeeren waschen wir im Sieb und streifen sie danach mit der Gabel von den Rispen. Danach werden sie abgewogen. Die Zitrone pressen wir aus und reiben ihre Schale ab. Zwiebel und Knoblauch werden sehr fein gehackt.

Nun geben wir alle Zutaten in den möglichst grossen Topf, kochen sie auf und schalten dann den Herd auf eine niedrigere Stufe. Unter ständigem Rühren kochen wir die Masse, bis sie fest ist (nach rund 15 Minuten) und füllen sie noch heiss mit der Schöpfkelle in die fest verschliessbaren Marmeladengläser.

Das Rezept kann nach Belieben variiert werden. Chutney ist bis zu einem Jahr haltbar und nett beschriftet ein nettes und persönliches Mitbringsel für die nächste Einladung!

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2 Kommentare zu Jetzt aktuell im Wald: Holunder

  1. Almuth sagt:

    Was für eine tolle Idee ! Bei Holunder denkt man eigentlich immer nur an etwas süßliches oder den Saft, aber ein Chutney davon zu machen, ist klasse ! Liebe Grüße aus dem Norden

  2. Arletta Rusterholz sagt:

    Danke, liebe Almuth! Im Wald hängt immer noch so viel Holunder… ausser mir scheint sich niemand dafür zu interessieren… Liebe Grüsse aus der Schweiz zu Dir in den hohen Norden!

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