Kleine Ursache, grosse Wirkung

Rund ein Drittel von allem, was weltweit angebaut wird, landet nie auf unseren Tellern. Das ist nicht nur unglaublich schade, sondern auch eine Verschwendung immer knapper werdender Ressourcen. Was können wir dagegen unternehmen? So viel wie möglich selber pflanzen. Oder regional und saisonal einkaufen. Und unsere Menus gut planen. Aus allfälligen Resten kreative Mahlzeiten zaubern. Für optimale Lagerung sorgen, denn dies verlängert die Haltbarkeit unserer Lebensmittel. Und sollten wir uns beim Kochen mal gehörig verschätzt haben: viele Gerichte lassen sich problemlos einfrieren. Oder jemand aus der Nachbarschaft, der Familie oder dem Freundeskreis freut sich über eine spontan vorbeigebrachte Mahlzeit!

Wir alle können mit geringem Aufwand viel tun gegen das immense Verschleudern von Nahrungsmitteln. Mit grosser Wirkung auf die Umwelt und nicht zuletzt auch auf unsere Gesundheit, das Gemeinschaftsleben und unsere Haushaltkasse.

Diesen interessanten Link mit vielen Fakten und guten Tips zum Thema „Essen wertschätzen und geniessen“ kann ich Ihnen empfehlen: foodwaste.ch

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu Kleine Ursache, grosse Wirkung

  1. Almuth sagt:

    Ja, ein wichtiges Thema ! Heute erzählten sie im Radio, wieviele (hunderttausend ?) Tonnen Kartoffeln aussortiert werden, weil der Hand sie in schönen Größen haben will. Ich könnt ausflippen ! Das kann doch nicht wahr sein !! Leider landet auch bei mir hin und wieder mal was im Abfall, was nicht hätte sein müssen und ich ärgere mich darüber, geb mir aber Mühe, sorgsamer damit umzugehen. Ich kaufe gerne kleine Mengen. Je mehr Übersicht, umso weniger Verlust….jedenfalls funktioniert das bei mir am Besten. Danke fürs Aufmerksam machen ! LG, Almuth

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Almuth! In der Schweiz gibt es inzwischen einen einzigen Grossverteiler, der unförmiges, zu klein oder zu gross geratenes Gemüse verkauft! Das Angebot ist aber verdächtig klein. Es ist tragischerweise wie Du sagst, der Handel will nur das, was perfekt aussieht, der Rest wandert in die Tonne. Die Discounter, welche nur Grossgebinde verkaufen (eine einzelne Zwiebel kann man nicht kaufen, man muss gleich das Kilo nehmen etc) stellen da leider ein weiteres Problem dar. Was nicht verwendet wird, landet dann halt einfach in der Tonne. Vermutlich würde die angepflanzte Nahrung für ALLE Menschen auf der Welt problemlos reichen, wenn eben anders gewirtschaftet würde. Ach… ich wäre gerne komplett Selbstversorger, alles bio, alles frisch, nichts wird je weggeworfen und Spass macht’s obendrein auch noch. Mit lieben Grüssen, Arletta

  2. Giorgio sagt:

    Was für ein Thema, ja. Ich habe aber den Eindruck, dass ich hier ein einzigesmal anderer Einstellung bin, als Du – wenn auch natürlich derselben Meinung. Meinung: 1/3 ist saumäßig wenig. Das ist unbedingt verbesserungswürdig. Das ist eine Sache der Politik, da langfristig was dran zu machen. Unsere Sache, es in der Politik einzufordern, und, falls wir es fachlich können, auch Vorschläge einzubringen.
    Einstellung: Das Nahrungsmittel weggeworfen werden, in jedem Haushalt, das gehört zum Leben dazu. Es ist aus meiner Sicht problematisch, sich selber da allzusehr unter Druck zu setzen, da es die eigne Lebensqualität stark beeinflussen kann. Klar, jeder, und insbesondere wir, die wir solche Blogs hier schreiben und so viel über sowas nachdenken, passt auf, dass möglichst nichts weg kommt. Dass aber im Durchschnitt so viel weg kommt, hängt nicht mit den Privathaushalten zusammen, sondern mit der großen Lebensmittelindustrie, Fast Food bis Restaurant, und Fertigprodukte. Wir Privatkonsumenten können hier wenig beeinflussen, und müssen dringend auch auf uns achten. Irgendwann, als ich geneigt war, etwas aufzuessen, obwohl ich nicht mehr konnte, hat mir mal jemand den wichtigen Satz gesagt: „Mach Dich nicht zum Mülleimer“! Pass auf, dass Du Dich nicht zuviel ist, über den Hunger. Wenn Du nicht mehr kannst, muss es im schlimmsten Fall in den Mülleimer, aber versuche das nicht zu verhindern, indem Du es isst, obwohl Du nicht mehr Hunger hast. Lützner in „Wie neugeboren durch Fasten“ vertieft das Problem ebenso. Also, mein Credo: Setze Dich als Endverbraucher nicht unter einen Druck ein Riesenproblem in Deiner Küche und Deiner Gesundheit zu lösen. Kümmere Dich dort eher darum, das Essen zu genießen, Essen als Meditation Ernst zu nehmen, in dem Moment, in dem Du isst, die Welt und all die Sorgen zu vergessen, da Essen ein unglaubliches Geschenk ist. Dh. auch ich finde Nahrungsmittel sehr wertvoll. Daher bin ich ja derselben Meinung wie DU, habe nur eine andere Einstellung. Herzlich Giorgio.

  3. Arletta Rusterholz sagt:

    Lieber Giorgio! Herzlichen Dank für Deinen interessanten Kommentar. Letztendlich dieselbe Meinung, aber eine andere Einstellung bzw Herangehensweise an die Problematik, das ist so herausfordernd und würde – einmal mehr – Inhalt bieten für eine lange Diskussion zu diesem Thema. Ich gebe Dir total recht in allen Punkten, die Du von Deiner Sichtweise her ansprichst, ich sehe sehr deutlich auch die Ambivalenz, die jede Einstellung mit sich bringt. So denke ich beispielsweise, dass wir als Privatkonsument schon sehr viel tun können, in dem wir beispielsweise die Lebensmittelindustrie oder auch Fertigprodukte ganz einfach meiden. Der ambivalente Punkt hier wieder: wie umweltverträglich ist es individuell, wenn man keinen Bauern seines Vertrauens in nächster Nähe hat und beispielsweise weit fahren muss, um ökologisch vertretbare Nahrung einzukaufen. Die Sache mit der Lebensqualität könnte man natürlich auch von vielen Gesichtspunkten her ausleuchten. Meine Lebensqualität sinkt erheblich, wenn ich mich genötigt sehe, etwas wegzuwerfen… das quält mich regelrecht, da nehme ich viel auf mich, um das verhindern zu können und empfinde entsprechende Lösungen als befreiend, auch wenn sich diese teilweise nicht wirklich einfach gestalten und so weiter…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.