Mein Bester: der MikroDünger

Unsere kleinformatige Permakultur besteht ja hauptsächlich aus Topf- und Kübelpflanzen. Alles reift und gedeiht momentan prächtig und verspricht eine gute Ernte, trotzdem kann ich ein Problem nicht ausblenden: der Humusgehalt, den meine Pflanzen zur Verfügung haben, ist limitiert. Auch die Gleichung Bakterienvielfalt x Pflanzenvielfalt = gegenseitige Förderung funktioniert bei Topfpflanzen nur beschränkt, denn meist steht in einem Topf genau eine Pflanze. Von einer Fruchtfolge in dem Sinne kann man bei Kübelpflanzen schon mal gar nicht sprechen.

Konventionelle NPK-Dünger (bestehend aus Stickstoff, Phosphat und Kaliumoxid) fördern das äussere Wachstum der Pflanzen zwar, bergen aber das Risiko von Verschiebungen im sensiblen Stoffwechsel von Erdreich und Pflanzen, ganz besonders auf so stark beschränktem Raum. Die Pflanze wächst zwar möglicherweise immer noch, wirklich gesund (und nahrhaft!) ist sie deswegen aber noch lange nicht.

Für ein stabiles Innenleben, und damit die eigentliche Pflanzengesundheit, sind Bakterien verantwortlich, weil diese für eine ausgeglichene Bodenmikrobiologie sorgen.

Ich benutze hier seit Jahren nur noch den MikroDünger mit Effektiven Mikroorganismen, erhältlich bei der EM Schweiz AG. Es handelt sich um einen NPK-Flüssigdünger, kombiniert mit einer fermentierten Mikroorganismenkultur. Kurz gesagt: der MikroDünger ist nicht nur reich an mineralsäurelöslichen Nährstoffen, sondern gibt dem Erdreich gleichzeitig den richtigen mikrobiellen Impuls. Durch die Kombination von Mikroorganismen und Mineralsalzen wird die Pflanze optimal ernährt.

Bodenerosion und schlechte Bearbeitbarkeit sind bei Kübelpflanzen nicht so das brennende Thema, obschon auch hier Humusqualität und Textur des Bodens für erfreulichere Resultate sorgen. Die ideale Bakterienbesiedlung sorgt durch Porenbildung für einen luftigen, elastischen Boden, der sowohl Wasser wie auch Dünger wie ein Schwamm aufnimmt und dann langsam an die Wurzeln abgibt. Mit lockerer Feinerde, die angenehm durch die Finger rieselt und nach Frische und gesundem Leben riecht zu arbeiten, macht doch auch uns Topfgärtnern mehr Spass, als wenn wir uns mit lehmig-klumpigem Zeugs abmühen müssen.

Anweisungen zu Dosierung und Anwendung des MikroDüngers sind auf der Flasche aufgedruckt. Da ich einige Obstbäumchen habe, also starkzehrende Pflanzen, dünge ich diese wöchentlich. Ich wundere mich immer wieder, wie wenig MikroDünger ich dazu brauche und wie ewig lange eine Flasche reicht. Der Grund: mit der Gabe von Effektiven Mikroorganismen brauchen wir lediglich einen Impuls zu setzen. Das Mikroorganismenteam berät sich dann und entscheidet, wo es was für wen und wie lange zu tun gibt.

Ich möchte zum Schluss Frau Dr. Anne Katharina Zschocke aus ihrem Buch „Die erstaunlichen Kräfte der Effektiven Mikroorganismen“ zitieren: Wir Menschen können niemals gesünder sein als der Boden, in dem unsere Nahrung wächst. Da alle echten Lebensmittel letztendlich aus den Pflanzen entstehen, die im Boden wachsen, wird unsere eigene Gesundheit aus der Bakterienbesiedlung des Bodens geboren.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der EM Schweiz AG für die Zusammenarbeit und das zur Verfügung gestellte Produkt herzlich bedanken.

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4 Kommentare zu Mein Bester: der MikroDünger

  1. Almuth sagt:

    Das hört sich wirklich gut an ! Ich fürchte, ich lasse einigen meiner stärker zehrenden Pflanzen zu wenig Pflege angedeihen. Die Weide mag ich gar nicht mehr düngen, weil sie sonst jedes Jahr bei stärkerer Sonneneinstrahlung verbrannte Blätter bekam. Dieses Jahr habe ich nicht gedüngt und es hält sich in Grenzen. Vielleicht wäre dieser Dünger hilfreicher ?

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Almuth

      Diese verbrannten Blätter habe ich teilweise beim Hasel und auch bei der Hainbuche. Bisher brachte ich das aber nie mit dem Dünger in Zusammenhang, sondern dachte mir, dass das halt mehr so Waldpflanzen sind und die deshalb die Hitze nicht so abkönnen. Die Weide hält sich diesbezüglich bisher gut, sie ist ja noch recht neu hier. Bei der momentanen Hitze schaue ich, dass die Pflanzen nicht so die direkte Nachmittagssonne abbekommen, 34 Grad, das ist denen echt zu viel. Deine Anmerkung über den Dünger finde ich jetzt voll interessant, ich muss das mal beobachten. Hasel und Buche dünge ich ja nicht so sehr, Apfel, Birne, Johannis, Erdbeeren und all die anderen hingegen schon und die haben nie diese verbrannten Blätter.

      Mit lieben Grüssen aus der Hitze,
      Arletta

  2. Almuth sagt:

    Soweit ich weiß, gibts Pflanzen, die mit dem Flüssigdünger gut zurechtkommen und welche (u.U. auch bei zu trockener Erde) , die schnell verbrennen. Manche reagieren einfach empfindlich und mögen den Dünger gar nicht. Die Weide steht bei mir nach dem frühen Frühjahr immer im Schatten und dieses Mal – ohne Dünger – gehts ihr echt besser. Den „Guano“ geb ich ihr jedenfalls nicht mehr. Liebe Grüße, Almuth

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Schon interessant, wie individuell Pflanzen reagieren. Würde ich feststellen, dass meine Pflanzen den Flüssigdünger nicht mögen, würde ich auf einen anderen ausweichen, auch mit Effektiven Mikroorganismen. Vor allem auf Bokashi, da wollte ich ja schon lange mal was drüber schreiben *Memo an mich* Mit lieben Grüssen von Balkon zu Balkon, Arletta

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