Naturmomente: Verblühtes und Erblühtes

Posted on Mai 3, 2018 in Outdoors

Von weither strahlen sie uns schon entgegen, nein, sie sind nun wirklich unmöglich zu übersehen, die vielen derzeit so wunderschön goldgelb blühenden Rapsfelder ♥ Bei den Obstkulturen hingegen neigt sich die Zeit der schönen Frühlingsblüten so langsam dem Ende zu, so wie hier bei diesem Apfelbaum:

Schon ganz verblüht steht der Löwenzahn am Wegesrand und wartet auf Wind… oder auf jemanden, der dreinpustet und sich dann etwas wünscht 🙂 Das lohnt sich, Löwenzahn ist sehr zuverlässig in der Wunscherfüllung und an Ideen mangelt es mir eigentlich auch nicht 🙂

Nie sind die Farben im Wald so intensiv wie jetzt im Frühling dünkt mich. Dieses warme Licht in Kombination mit den satten Grüntönen bietet so manche reizvollen farblichen Kontraste:

Efeu, Gräser, wilde Brombeeren, Trichterwinden, Waldmeister, Klee, Ehrenpreis und noch viele andere Pflanzen mehr, bilden hier ihren eigenen kleinen Mikrokosmos. Eine beeindruckende Symbiose, bei der jedem wohl ist. Gemeinsam sind sie stark und schön in ihrer Vielfältigkeit. Und eifern den wenigen Sonnenstrahlen entgegen, die das Blätterdach des Waldes noch zulässt:

8 thoughts

  1. Liebe Arletta, die Natur ist in den letzten Wochen wirklich explodiert. Die Obstbaumblüte ist bei uns auch so gut wie vorbei. Aber ich habe das Gefühl, das einiges jetzt schon blüht, das eigentlich sonst später dran wäre. Hoffentlich kommt bei den Temperaturen keine allzu große Talfahrt mehr.

    LG Kathrin

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    1. Arletta

      4. Mai 2018

      Liebe Kathrin, ja den Eindruck habe ich auch, plötzlich war es Sommer und vieles ist erblüht und dann rasch auch verblüht. Die Temperaturen sind die eine Sache, was mir grad mehr Sorgen bereitet, ist die Trockenheit. Wie in den letzten Jahren öfters mal in den Frühlingsmonaten regnet es auch dieses Jahr kaum und wenn, dann viel, viel zu wenig…
      Mit lieben Grüssen zu Dir,
      Arletta

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  2. Almuth

    4. Mai 2018

    Liebe Arletta, das sind schöne Fotos, besonders das aus dem Wald gefällt mir gut. Ja, hier ist es auch schon wieder reichlich trocken. Aber das war auch bei uns die letzten Jahre vielfach so, daß der April mit heißen Tagen und wenig Regen daherkommt. Mal sehen, was der Mai bringt. Erst mal Wärme und auch keinen Regen… Was auf dem Waldboden wächst, ist immer schön zu entdecken. Alles so kleine Blütenwunder, die man leicht übersieht 🙂 Zum Raps schrieb eine Blogkollegin gerade. Er ist wunderschön anzusehen, aber was damit gemacht wird, ist nicht schön. Es gibt Sorten, von denen Rehe Verdauungsprobleme bekommen oder sogar dran sterben können. Nicht der normale, sondern der sogenannte 00-Raps. Auch was den Wiederanbau angeht, gibt es Probleme. Lies mal bei Wikipedia. Schade, es sieht zu schön aus, aber der Mensch pfuscht mal wieder zu sehr der Natur ins Handwerk. Ich freue mich trotzdem noch am Gelb. Man kann nur hoffen, daß das zukünftig besser wird……..Mit lieben Grüßen von Balkon zu Balkon, Almuth

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    1. Arletta

      4. Mai 2018

      Liebe Almuth 🙂 Ja, der Regenmangel besonders im April, das ist hier auch immer wieder so ein Phänomen, bestimmt jedes zweite Jahr will es im Frühling einfach nicht regnen. Und irgendwann fängt’s dann mal an und hört nicht mehr auf. Mich dünkt eh, die Wetterlagen kleben immer so fest, das früher irgendwie anders. Zu der Sache mit dem Raps… mich hat da auch eine Instagrammerin „freundlich“ öööhm ja drauf hingewiesen von wegen Grundwasserverseuchung und Schande über den Raps. Ich kann dazu nichts sagen. Kann mir aber kaum vorstellen, dass ein Familienbetrieb, bei dem gleich nebenan Schafe, Kühe und Pferde weiden, mit 00-Raps hantiert plus noch dermassen Pestizide drüberhaut, dass das Grundwasser für Generationen hin ist. Auch im Wald gibt es giftige Restanzen, die Gewässer sind auch voll mit weiss-ich-nicht-was allem, Gartenböden enthalten Plastikpartikel und so weiter… dann dürften wir in Zukunft nur und ausschliesslich auf unseren Balkonen fotografieren genaugenommen. Weil so richtig Natur, so richtig unbedenklich, das gibt’s ja in unseren Breitengraden tragischerweise schon gar nicht mehr. Und reist man irgendwo hin, um Natur zu finden, dann ist das wieder nicht CO2-freundlich und so weiter. Drum… schlimm alles und ich gebe jedem Recht, der kritische Argumente vorbringt, aber ich bin selber so weit, dass ich weitgehend resigniert habe, weil ich mich sonst fertig mache. Ich kann Produkte boykottieren. Selber so viel wie möglich anpflanzen. Aber sonst? Mal einfach hoffen, dass der Raps voll ok ist, er riecht jedenfalls sehr natürlich und nicht unbedingt lecker 🙂 Mit lieben Grüssen zu Dir, Arletta

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  3. Almuth

    8. Mai 2018

    Liebe Arletta, du hast ja Recht. Man kann sich nicht immer über alles und jedes aufregen. Dann macht das Leben keinen Spaß mehr. Manchmal lasse ich mich von so einer Negativspirale mitziehen und ärgere mich dann hinterher, daß ich wieder mal drauf eingestiegen bin (etwas Aufregung gehört auch mal dazu, ansonsten bringt es einem ja nix!). Mir war das mit dem Raps allerdings neu und ich werde in Zukunft noch mal genauer gucken, was für Raps(öl)produkte ich kaufe! Daß er bei euch nicht so gut riecht, spricht tatsächlich für eine andere Sorte?! Lustigerweise schrieb ein anderer schweizer Blogger ebenfalls davon, daß er bei ihm in der Gegend nicht so gut riecht. Vielleicht wird die Sorte bei euch gar nicht angebaut? Schade nur, daß da wieder nicht zu Ende gedacht wurde. So, genug davon und das Gelb genießen. Mit lieben Grüßen vom Balkon, Almuth

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    1. Arletta

      8. Mai 2018

      Liebe Almuth, Du ich versteh Dich vollkommen. Ich bin ja auch supersuperkritisch und alles was nicht durch und durch bio und öko ist, das ist bei mir gleich verdächtig. Ich habe mir diese Raps-Sache durchgelesen und war wirklich auch schockiert 🙁 sowas ist wirklich eine riesen Sauerei. Der Raps hier, der riecht nicht, der stinkt schon eher 🙂 Deshalb glaube ich, dass es sich tatsächlich um eine „unverdächtige“ Sorte handelt, zudem der Bauernbetrieb ja auch noch nach ökologischen Grundsätzen arbeitet. In Zukunft werde ich aber Raps-Produkte, die ich kaufe, auch sehr gut unter die Lupe nehmen, das kann ich garantieren. Mit ökologisch einwandfreien Grüssen zu Dir, Arletta 🙂

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  4. Almuth

    8. Mai 2018

    Schade, daß das, was gemacht wird, nie ausgereift ist. Wenn man solche Dinge feststellt, sollte man sie doch beheben. Das alles Bio und Öko wird, wird vielleicht ein Traum bleiben – vielleicht auch nicht, aber wenn die der Natur schon ins Handwerk pfuschen müssen, dann doch bitte nicht so. Gezüchtet wird ja nicht erst seit gestern, aber die Auswirkungen werden immer schlimmer im Vergleich zu früher. Siehe Gentechnik, die ja manche für so toll halten. Das die irreversibel bzw. irreparabel ist, wenn etwas schief geht, scheint die Anhänger nicht zu betrüben. Nach ihnen die Sintflut halt…. Da sage ich lieber: auf den stinkenden Raps!!! Mit lieben Grüßen, Almuth

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    1. Arletta

      9. Mai 2018

      Immer mehr Menschen ernähren und dies noch möglichst immer noch kostengünstiger und dann muss das Angepflanzte auch noch den veränderten klimatischen Bedingungen standhalten… nicht unproblematisch das alles. Aber wiederum auch eine Sache von Nachfrage und Angebot. Und das Umdenken, das muss beim Konsumenten stattfinden. Aber da hätten wir die Sache mit der Sintflut… und die macht mir am meisten Sorgen. Der ganze unreflektierte Konsum. Ja, da lob ich mir doch diesen stark „riechenden“ Raps 🙂 Mit lieben Grüssen vom Kohlrabibalkon zum Rapsbalkon, Arletta

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