Staycation

Staycation? Wie ich zum allerersten Mal über diesen Begriff aus dem englischen Sprachraum gestolpert bin, habe ich mich sofort heftigst in ihn verliebt. Staycation. Eine Wortkombination aus stay (bleiben) und (va)cation (Ferien) = daheim urlauben. Gut, ich bin jetzt eh nicht der Typ, der unbedingt reisen muss. Was machen mit den Pflanzen? Und vor allem: wer schaut den Haustieren während der Abwesenheit? Stress pur. Für alle. Zudem sind mir überfüllte Flughäfen und verlorengegangenes Gepäck ein echter Graus.

Je älter ich werde, desto mehr finde ich eine fast überschwängliche Freude an Entdeckungstouren. Am Erleben kleiner Abenteuer. Und zwar vor der eigenen Haustüre. Den Rucksack geschultert und die Trekkingschuhe an den Füssen. Die Fotokamera ist eh immer dabei. Um dann heimzukehren mit schier schon unglaublichen Eindrücken landschaftlicher Schönheit. Im Moment zieht es mich an die Gewässer in der Umgebung. Wir haben unzählige davon, das ist mir bisher nur nie aufgefallen.

Die Fotos stammen vom Teufenbachweiher, einem Stauweiher fünf Autominuten von der Haustüre weg. Und ich garantiere Ihnen: den habe ich erst heute Morgen entdeckt. Das Konzept von staycation kam mir dann auch prompt wieder in den Sinn: das Beste herausholen aus dem, was man in der nächsten Umgebung zur Verfügung hat!

Am Ufer wachsen Holunderbüsche und die teilweise fast schon reifen Beeren deuten den nahenden Herbst an. Ein Herbst mit hoffentlich ganz vielen weiteren Entdeckungen.

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Aus meinem Tagebuch: Der Fluss

Eigenartig. Wie stark es mich heute an diesen Fluss – die Sihl – gezogen hat. Ich musste einfach dorthin. Und zwar nicht irgendwann. Sondern heute. Jetzt. Sofort. Auf der Stelle.

Inspiration. Das war es wohl, was ich hier intuitiv suchte. So zielgerichtet, wie dieses Gewässer dahinfliesst, ja das ist schon beeindruckend. Ein wenig links, ein wenig rechts, mal schneller, mal weniger. Spielend leicht, selbstverständlich, und doch mit unendlicher Kraft. Aber immer mit klarem Ziel. Beneidenswert.

Diesen wunderbaren Song von Bruce Springsteen „The River“ hatte ich ständig im Ohr. Nein, die Story in diesem Lied, die ging nicht gut aus. Dann musste ich an den derb-komischen Film „La vie est un long fleuve tranquille“ von Etienne Chatiliez denken mit diesem superironischen Titel. Nein, das Leben gleicht keinem Fluss. Einem ruhigen Fluss schon gar nicht. Ruhig, das stelle ich mir eh langweilig vor.

So ein Fluss, der plätschert ununterbrochen vor sich hin, so wie ich gerne ununterbrochen schreiben und produktiv sein würde, doch irgendwie hat sich eine Sprachlosigkeit breit gemacht. Eine Blockade. Und dann, kaum veröffentlicht, flatterte mir eine Anfrage rein, vom Stones Magazine, ob man das Foto mit den grossen Steinen, das oberste hier im Beitrag, veröffentlichen dürfe in diesem renommierten Magazin. Ja. Jetzt bin ich noch sprachloser als vorher. Aber die Blockade, die ist weg. Endlich.

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Jute rockt!

Jute ist ein derart spannendes, vielseitig verwendbares, kostengünstiges Material und es gibt so viele gute Gründe, warum wir vermehrt Juteprodukte verwenden können, dass ich dieses Thema in verschiedenen Zusammenhängen hier auf dem Blog immer mal wieder aufgreife. In letzter Zeit etwa, da verwende ich gerne und oft Jute als Unterlage für die Fotos, die Sie hier auf meinem Blog sehen. Was ich da hinlege, das sind ganz einfach Kartoffelsäcke, die meinen „Fotokünsten“ eine gewisse Rustikalität verleihen. Jute ist aber bei Weitem nicht beschränkt auf dekorative Kartoffel- und sonstige Säcke, in denen wir unsere Ernte atmungsaktiv lagern können, denn Jute lässt sich auf schier unbegrenzte Art verwenden. Als äusserst herzige und immer wieder verwendbare Geschenkbeutel in allen Grössen und Farben zum Beispiel (erhältlich übrigens bei JUTESUISSE ).

Mit der Verwendung von Jute können wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, sondern unterstützen ebenso die wichtigen Bestrebungen einer sinnvollen Entwicklungshilfe. Jute ist eine Naturfaser und damit ein immer wieder nachwachsender Rohstoff, der in den Gewinnungsgebieten Millionen Menschen Arbeit und Brot sichert. Bei der Gewinnung von Naturfasern werden weder unwiederbringliche Ressourcen ausgebeutet noch grosse Mengen Energie verbraucht. Jute Suisse legt bei allen zur Juteherstellung involvierten Parteien einen hohen Wert auf korrekte Arbeitsbedingungen, Preise nach Fair Trade Standards, sowie den Ausschluss von Kinderarbeit und Tierversuchen und überprüft die Einhaltung der festgelegten Parameter regelmässig vor Ort durch eigene Mitarbeiter.

Schauen Sie sich mal um auf der Website von JUTESUISSE, es gibt so viele nützliche, lässige Juteprodukte, die mit einem guten Gefühl verbunden sind. Für Kunden, die an kleineren Mengen Jute interessiert sind, existiert speziell ein E-Shop. Mit dieser schönen und praktischen Sommertasche lasse ich mich jedenfalls überall richtig gerne sehen 🙂

An dieser Stelle möchte ich mich bei JUTESUISSE für die Zusammenarbeit und das zur Verfügung gestellte Produktesortiment herzlich bedanken.

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Mein süsser Sommerfavorit

Nein, diese Aprikosen stammen nicht aus dem eigenen Bestand, aber Sie werden lachen, ich habe hier tatsächlich ein Aprikosenbäumchen, ein Neuzugang, welches dieses Jahr aber noch keine Früchte trägt. Ich liebe Aprikosen und Wähe, eine lokale Bezeichnung für diese schweizerische Süssspeise, gehört zu meinen Lieblingsrezepten, besonders dann, wenn ich Gäste beeindrucken möchte. Und zwar nicht nur wegen des köstlichen Geschmacks, sondern auch, weil die Zubereitung so einfach ist und wirklich immer gelingt. In diesem Rezept besteht der Belag aus Aprikosen, aber Sie können je nach Saison natürlich auch anderes Obst oder sehr gut auch Beeren verwenden.

Wir brauchen:

-einen runden ausgewallten Teig (Mürbteig, Kuchenteig oder Blätterteig)          –Kokosraspel                                                                                                                                          -6 grosse Aprikosen                                                                                                       -Vanillejoghurt (150 Gramm)                                                                                                             -2 Eier                                                                                                                                                -circa 1 dl Milch                                                                                                                                  -ein Päckchen Vanillezucker

Den Backofen heizen wir auf 200 Grad Umluft vor. Der Teig wird auf ein Kuchenblech gelegt (ich verwende eines mit 20 cm Durchmesser, das Rezept ist für 2 Personen berechnet) und dicht eingestochen. Kokosraspel wird dünn darauf verteilt und leicht angedrückt. Anschliessend wird der Teigboden mit den halbierten und entkernten Aprikosen (Innenseite der Früchte nach oben) belegt.

Für den Guss verquirlen wir Vanillejoghurt, Eier, Milch und Vanillezucker und giessen die Masse über den Teigboden.

Nun wird das Ganze für 30 Minuten bei 200 Grad Umluft im Ofen gebacken, anschliessend weitere 10 Minuten bei 200 Grad Unterhitze. Das ist alles. Leicht abgekühlt ist unsere Wähe bereits servierfähig. Milch, Kakao oder Kaffee passen sehr gut dazu. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist die Wähe auch am nächsten Tag noch geniessbar.

Für eine grössere Wähe (4 Personen) ein Backblech von 28 cm Durchmesser verwenden und die Zutaten für die Füllung einfach verdoppeln. Die Backzeit verlängert sich dadurch um etwa 5 Minuten.

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Balkonrapsodie

Früchte auf dem Balkon? Definitiv ja. Gemüse? Ja, seufz, wenn mehr Platz vorhanden wäre, dann definitiv auch ja. Aber Getreide? Nein, daran hätte ich nun wirklich nie gedacht. Unsere Wintergäste, die Vögel, dachten darüber wohl anders und haben uns aus ihrem Vogelfutter eine weitere Überraschungspflanze (diejenige ganz links) angesät.

Lange staunte ich nur über die herzigen, kleinen, gelben Blüten, die so viele herzige, kleine Insekten anzogen und liess die Pflanze einfach mal gedeihen. Dann aber produzierte die Unbekannte Schoten. Rapsschoten! Nachgelesen habe ich dann, dass Raps zu den Kreuzblütengewächsen gehört und eine Kreuzung zwischen Kohl und Rübsen ist. Und dass die Schoten geerntet werden, sobald sie leicht schwarz werden.

Aus den Körnern, der sogenannten Rapssaat, wird dann wertvolles Speiseöl gepresst, zu dessen Herstellung – zumindest in der Schweiz – keinerlei chemische Verfahren eingesetzt werden. Rapsöl ist somit ein reines Naturprodukt. Und die Pflanze selber trägt dank ihrer nektarhaltigen Blüten zur Biodiversität und zum Wohl der Insekten bei.

Die Schoten habe ich inzwischen abgeerntet und mich gefragt, wie viele Tropfen Rapsöl diese wohl ergeben würden? Vier? Fünf? Wegwerfen werde ich die Rapssaat nicht. Irgendwann im Herbst werden die Körner ganz einfach wieder ins Vogelfutter gemischt. Und die Vögel, die werden sich dann schon wieder etwas einfallen lassen 🙂

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Für Sie gelesen: Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt

Heute darf ich Ihnen das ganz speziell inspirierende Buch des grossartigen Naturfotografen und Autoren Conrad Amber vorstellen. Nachdem er mit „Baumwelten“ ein Werk vorgelegt hat, welches das Potenzial hat, zum Standardwerk dieses Genre zu werden, gelingt ihm mit „Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt“ (erschienen im Kosmos Verlag), ein visionäres, richtungsweisendes Buch geprägt von Kreativität, Idealismus, Romantik aber auch von Realismus. Dieses Werk sprüht nur so vor Ideen, wie ein jeder die Natur wieder näher in die eigene Lebenswelt lassen kann. Nicht nur der Privatmensch, auch Städteplaner, Architekten, Politiker und Strassenbauer sollten sich damit beschäftigen, denn das reichhaltig bebilderte Buch gibt eine Fülle von Ansätzen und guten Ideen für eine nachhaltige Zukunft, von vertikalen Gärten und dem Urban Gardening über grüne Verkehrsinseln bis hin zu Autobahnwäldern und deren Nutzen für erneuerbare Energien. Manches davon ist tatsächlich bereits erfolgreich realisiert worden. Weil eben nur Leben letztendlich lebendig macht.

„Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt“ ist ein mahnendes Buch, das so manche Idiotie zum Nachteil der Natur hinterfragt. Eines, das gleichermassen aber auch Mut macht und zum Nachdenken – und hoffentlich auch Nachahmen! – anregt. Conrad Amber schafft es, uns sein engagiertes Plädoyer für mehr Grün in den Städten, auf dem Hausdach und an Strassen auf eine optimistische, mitreissende aber auch unterhaltsame Weise näherzubringen. Denn jeder neu gepflanzte Baum ist ein wichtiger Beitrag für eine bessere Welt.

Autor: Conrad Amber                                                                                                                     Titel: Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt                                                           Erschienen im Kosmos Verlag                                                                                                         270 Seiten / SFr. 26.90

An dieser Stelle möchte ich mich beim Kosmos Verlag für die Zusammenarbeit und das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar herzlich bedanken.

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Wordless Wednesday

Auch zuhause gibt es Kleinode, die sich nur zu gern entdecken lassen, nicht wahr? Hier die Kapelle St. Anna in Wädenswil. Tausendmal dran vorbeigefahren, nie beachtet.

Und gleich auf der anderen Seite der Landstrasse: sind sie nicht herrlich, diese reifen Juli-Weizenfelder in ihrem goldenen Glanz?

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Neue Runde: Kräuterchallenge

Meine Zitronenmelisse (Melissa officinalis) blüht! Für mich tatsächlich ein spezieller Moment, denn bislang habe ich die Melisse immer so fleissig abgeerntet, dass sie gar nie bis ins Blütestadium kam.

Ein grosser Fehler war das, gehört doch die Zitronenmelisse mit ihrem reichhaltigen Nektar- und Pollenangebot zu den Insektenmagneten, wie übrigens alle Kräuter aus der grossen Familie der Lippenblütler.

Ihre Blüten sind recht zierlich, kein Wunder ziehen sie eher Kleininsekten an.

Anziehend auf mich wirken die zitronig riechenden Blätter der Zitronenmelisse, denn sie haben eine sehr beruhigende Wirkung. Sobald die Pflanze verblüht ist, werde ich mir wieder einen Vorrat Teekräuter trocknen.

Auch in voller Blüte steht momentan der Oregano (Origanum vulgare), ein weiteres Gewürzkraut aus der Familie der Lippenblütler, welches grössere Insekten anzieht.

Ob fleissige Bienen, dicke Hummeln, zierliche Wildbienen oder bunte Schmetterlinge: sie alle sind auf blühende Kräuter auf unseren Balkonen und in unseren Gärten angewiesen. Meine liebe Bloggerkollegin Almuth ruft deshalb auf ihrem Blog Natur auf dem Balkon auch diesen Monat wieder zur wertvollen Kräuterchallenge auf!

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Mehr Schwein muss es sein!

Meerschweinchen sind einfach und billig zu haltende, knuddlige Tierchen, die weder viel Platz und Bewegung noch Ansprache brauchen und gut mit hartem Brot gefüttert werden können… so hiess es früher mal. Heute weiss man, dass das pure Gegenteil der Fall ist. 21 Jahre Meerschweinchenhaltung habe ich auf den Buckel. Ich hab nie ausgerechnet, wie viele Stunden meines Lebens ich mit Gehege ausmisten zugebracht und wie viele Salatblätter ich gewaschen und sorgsam trockengetupft habe. Die Wahl jedoch fiel ursprünglich auf Meerschweinchen, weil sie als so besonders anspruchslos galten. Ich wurde eines Besseren belehrt. Die kleinen Tiere setzten bei mir schon recht bald einen Informationsbeschaffungs-/Umdenk- und Veränderungsprozess in Gang. Was mit zwei Weibchen anfing, wurde auf eine Gruppe von sieben Tieren erweitert, der Käfig durch ein grosszügiges Holzgehege ersetzt und die Fütterung auf möglichst naturnah angeglichen. Meerschweinchen wurden eine Passion von mir und sind es bis heute geblieben.

Warum stellen Meerschweinchen so hohe Ansprüche an ihre Haltung? Nun, es sind Sippentiere, denen es nur in einer grösseren Gruppe wohl ist. Die Gruppe ist Garant für Schutz und Unterhaltung, alleine (oder auch zu zweit!) stumpfen die Tierchen ab und gelten dann halt als langweilig. Es sind Bewegungstiere, sie rennen gern und schnell, wenn sie glücklich sind dann machen sie kleine Sprünge (in der „Fachsprache“: sie popcornen!) und sie spielen miteinander. In einem kleinen Käfig ist das nicht möglich, die Tiere gelten dann bald mal als träge. Auch wird es nie möglich sein, einen minimal bemessenen Käfigknast originell und mit Materialien aus dem Wald etc einzurichten. Das ist öde. Meerschweinchen sind Fluchttiere. Gut für jemanden, der gerne beobachtet und wartet, bis die kleinen Nager von selber auf ihn zukommen um sich das Kinn kraulen zu lassen, schlecht für den, der ein Kuscheltier haben möchte. Ein zwangsbeschmustes Meerschwein kann einen schon mal ordentlich anknurren, was noch die harmlosere Variante ist, ordentlich zubeissen liegt durchaus auch drin. Naja, die zierlichen Tierchen gelten dann halt als bissig.

Richtig anspruchsvoll sind unsere kleinen Freunde auch in ihrer Ernährung. Fütterungsfehler verzeiht der sensible Verdauungstrakt nur schwer und Erkrankungen an Magen und Darm können leicht böse enden. Das wichtigste Futter für unsere Schützlinge ist grünes und würzig riechendes Heu. Es sorgt einerseits für einen guten Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne und ist andererseits Ballaststofflieferant und damit besonders wichtig für eine gute Darmkultur. Während der Vegetationszeit reicht man dazu idealerweise eine frisch gepflückte Mischung aus ungedüngten Gräsern und Wiesenkräutern (Löwenzahn, Schafgarbe, Hirtentätschel, Wegerich, Huflattich, Vogelmiere…) und Blättern von ungespritzten Haselstauden, Weiden, Buchen oder Obstbäumen. Zur sinnvollen Futterergänzung, vor allem während der kargen Wintermonate, sollte man den Meerschweinchen täglich Frischfutter in Form von hauptsächlich grünen Blattgemüsen, Salaten und frischen Küchenkräutern anbieten. Ich stelle den Tieren rund um’s Jahr Frischfutter zur Verfügung, so muss ich es für den Winter nicht immer extra anfüttern, denn Futterumstellungen sollten immer sehr vorsichtig erfolgen, die Verdauungsenzyme stellen sich nämlich nur sehr langsam auf neue Komponenten um. Meerschweinchen können – wie der Mensch auch – selber kein Vitamin C produzieren, sie sind auf die Zufuhr durch Frischfutter angewiesen. Als sehr vitaminreich gelten Peperoni (in Deutschland: Paprika), Petersilie, Fenchel und Broccoli.

Beim Thema Trockenfutter gehen die Meinungen weit auseinander. Da ich im Zoofachhandel noch keines gefunden habe, das mir wirklich gefällt, mische ich es selber aus Pellets, Haferflocken, Johannisbrot, Erbsenflocken, Maisflocken und getrocknetem Gemüse. Manchmal wird’s gefressen, manchmal nicht. Aber gerade ältere, rekonvaleszente oder trächtige/säugende Meerschweinchen haben einen hohen Energiebedarf, den sie alleine mit Heu und Frischkost nicht sättigen können. Ein Napf mit frischem Wasser sollte auch immer angeboten werden, obschon Tiere, die mit viel Wiesenkost und Gemüse versorgt werden, oft nur wenig bis gar nicht trinken.

Nun sind die Meerschweinchen ja prima versorgt! Wirklich? Um ganz sicher zu sein, gebe ich meinen täglich das EM·Aktiv+ für Kleintiere, ein Ergänzungsfuttermittel für Kleintiere mit Effektiven Mikroorganismen und fermentierten Kräuterextrakten. Kurz gesagt, unterstützt EM·Aktiv+ die Verdauung und Meerschweinchen mit einer aktiven Verdauung verfügen über ein vitaleres Immunsystem, wodurch die natürlichen Abwehrkräfte gestärkt werden. Besonders wichtig ist dies in stressigen Zeiten (Stallwechsel, Vergesellschaftungen…), bei Futterumstellungen oder bei Rekonvaleszenz nach einer Erkrankung. Ich setze das EM·Aktiv+ präventiv ein, meine Tiere bekommen täglich fünf Tropfen (geträufelt auf ein Stück Gurke). Der Empfehlung, das Mittel ins Trinkwasser zu geben, kann ich mich aus dem schon erwähnten Grund nicht anschliessen: einige Meerschweinchen trinken selten oder nie.

Was mir am EM·Aktiv+ für Kleintiere besonders gefällt, ist die durchdachte Rezeptur: so sind darin nicht nur Effektive Mikroorganismen enthalten, sondern auch fermentierte Kräuterextrakte aus Wacholder, Brennessel, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, Kümmel, Süssholz und Kamillenblüten. Eine Mischung, die aus Sicht der modernen Heilpflanzenkunde sämtliche Organsysteme anspricht und unterstützt!

EM·Aktiv+ für Kleintiere ist gemäss FiBL-Betriebsmittelliste für den biologischen Landbau zugelassen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der EM Schweiz AG für die Zusammenarbeit und das zur Verfügung gestellte Produkt herzlich bedanken.

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Der Balkon im Juli

Neulich kam die Frage auf, welchem Balkontyp man sich selber zuordnen würde. Nun, mit Zuordnungen und Kategorisierungen hatte ich es noch nie so, aber ich wäre wohl der Fruchttyp (gemischt mit etwas Kohlrabityp 🙂 ). Ich esse gerne Früchte, vor allem aber esse ich gerne Früchte, wenn sie vom eigenen Balkon stammen. Und Früchte gedeihen hier einfach gut. Der Säulen-Apfelbaum trägt dieses Jahr eher spärlich, das ist aber normal, er liefert nur alle zwei Jahre eine Unmenge an Äpfeln ab…

         

…die Erdbeeren gehen in die zweite Runde. Die Sorte „Evita“ ist remontierend, was heisst, die kleinen Stauden tragen immer wieder und dies bis spät in den Herbst hinein…

…die Saison der schwarzen Johannisbeeren ist vorbei. Sie war während Wochen unglaublich ergiebig.  Auch ohne Beeren gefallen mir die beiden Sträucher sehr gut…

…der kalte April hatte dem Nektarinenbäumchen schwer zugesetzt, davon ist heute allerdings nichts mehr zu erkennen. Früchte in Hülle und Fülle…

…schwer mit Früchten behängt ist auch der kleine Birnbaum, dessen Äste derzeit weit über’s Balkongeländer hinausragen.

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