Ein Star im Blumentopf: Kohlrabi

Die Vögel haben uns über ihr Sämereienfutter Kohlrabi angesät. In diversen Töpfen spriesst er nun und zwar mit auffällig grossen Blättern. Am Anfang war ich ja skeptisch, bin aber mittlerweile ganz angetan von diesem Gemüse, welches sich für den Selbstversorgerbalkon offensichtlich sehr gut eignet. Im Gegensatz zu Freilandkohlrabi braucht Blumentopfkohlrabi allerdings viel, viel Wasser und auch von direkter Sonneneinstrahlung zeigt er sich nicht begeistert und lässt sofort die Blätter hängen.

Nun habe ich heute Morgen meinen Augen nicht getraut, wie ich bemerkte, dass einer der Kohlrabi zu blühen beginnt! Im Internet habe ich dazu einiges gefunden was darauf hindeutet, dass blühende Kohlrabi nur sehr magere, unbrauchbare Knollen ausbilden.

Sämtliche Kohlpflanzen gehören zu den Kreuzblütlern und sind damit ganz speziell wertvolle Pollen- und Nektarpflanzen. Ich bin gespannt, ob „meine“ Schmetterlinge, Bienen und Hummeln von diesem neuen Blütenangebot profitieren werden.

Junger Kohlrabi roh im Salat schmeckt ungeahnt gut und die riesigen Blätter überlassen wir den Meerschweinchen als gesunde und sehr beliebte Frischkost. Irgendwie entwickelt sich der Kohlrabi hier gerade zur dekorativen Allround-Starpflanze!

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Mein Bester: der MikroDünger

Unsere kleinformatige Permakultur besteht ja hauptsächlich aus Topf- und Kübelpflanzen. Alles reift und gedeiht momentan prächtig und verspricht eine gute Ernte, trotzdem kann ich ein Problem nicht ausblenden: der Humusgehalt, den meine Pflanzen zur Verfügung haben, ist limitiert. Auch die Gleichung Bakterienvielfalt x Pflanzenvielfalt = gegenseitige Förderung funktioniert bei Topfpflanzen nur beschränkt, denn meist steht in einem Topf genau eine Pflanze. Von einer Fruchtfolge in dem Sinne kann man bei Kübelpflanzen schon mal gar nicht sprechen.

Konventionelle NPK-Dünger (bestehend aus Stickstoff, Phosphat und Kaliumoxid) fördern das äussere Wachstum der Pflanzen zwar, bergen aber das Risiko von Verschiebungen im sensiblen Stoffwechsel von Erdreich und Pflanzen, ganz besonders auf so stark beschränktem Raum. Die Pflanze wächst zwar möglicherweise immer noch, wirklich gesund (und nahrhaft!) ist sie deswegen aber noch lange nicht.

Für ein stabiles Innenleben, und damit die eigentliche Pflanzengesundheit, sind Bakterien verantwortlich, weil diese für eine ausgeglichene Bodenmikrobiologie sorgen.

Ich benutze hier seit Jahren nur noch den MikroDünger mit Effektiven Mikroorganismen, erhältlich bei der EM Schweiz AG. Es handelt sich um einen NPK-Flüssigdünger, kombiniert mit einer fermentierten Mikroorganismenkultur. Kurz gesagt: der MikroDünger ist nicht nur reich an mineralsäurelöslichen Nährstoffen, sondern gibt dem Erdreich gleichzeitig den richtigen mikrobiellen Impuls. Durch die Kombination von Mikroorganismen und Mineralsalzen wird die Pflanze optimal ernährt.

Bodenerosion und schlechte Bearbeitbarkeit sind bei Kübelpflanzen nicht so das brennende Thema, obschon auch hier Humusqualität und Textur des Bodens für erfreulichere Resultate sorgen. Die ideale Bakterienbesiedlung sorgt durch Porenbildung für einen luftigen, elastischen Boden, der sowohl Wasser wie auch Dünger wie ein Schwamm aufnimmt und dann langsam an die Wurzeln abgibt. Mit lockerer Feinerde, die angenehm durch die Finger rieselt und nach Frische und gesundem Leben riecht zu arbeiten, macht doch auch uns Topfgärtnern mehr Spass, als wenn wir uns mit lehmig-klumpigem Zeugs abmühen müssen.

Anweisungen zu Dosierung und Anwendung des MikroDüngers sind auf der Flasche aufgedruckt. Da ich einige Obstbäumchen habe, also starkzehrende Pflanzen, dünge ich diese wöchentlich. Ich wundere mich immer wieder, wie wenig MikroDünger ich dazu brauche und wie ewig lange eine Flasche reicht. Der Grund: mit der Gabe von Effektiven Mikroorganismen brauchen wir lediglich einen Impuls zu setzen. Das Mikroorganismenteam berät sich dann und entscheidet, wo es was für wen und wie lange zu tun gibt.

Ich möchte zum Schluss Frau Dr. Anne Katharina Zschocke aus ihrem Buch „Die erstaunlichen Kräfte der Effektiven Mikroorganismen“ zitieren: Wir Menschen können niemals gesünder sein als der Boden, in dem unsere Nahrung wächst. Da alle echten Lebensmittel letztendlich aus den Pflanzen entstehen, die im Boden wachsen, wird unsere eigene Gesundheit aus der Bakterienbesiedlung des Bodens geboren.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der EM Schweiz AG für die Zusammenarbeit und das zur Verfügung gestellte Produkt herzlich bedanken.

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Postkarte aus Stein am Rhein

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Sommerlich heiss war’s heute als wir Stein am Rhein besuchten, die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt im Land und wahrlich ein Juwel im Kanton Schaffhausen. Ein englischsprachiger Reiseführer beschreibt den Ort als „The Fairytale Village“ und damit verspricht er nicht zu viel…natel 073natel 069

Fachwerkhäuser, farbige Fassaden, Fresken und viele Erker: Märchenhaftes  wohin das Auge schaut. Viele Cafés und kleine Läden laden zum Geniessen und Flanieren durch diesen charmanten Ort ein. Krönender Abschluss des Ausflugstages war ein gemütlicher Spaziergang am  idyllischen Rheinufer

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Der essbare Farbenflirt

Essblumen??!!?? Das ist bestimmt lediglich als Wegweiser für die Insekten gedacht, damit diese die Hornveilchen (Viola cornuta) gleich finden.

Damit mir diese filigranen aber extrem winterharten Blümchen auch wirklich glauben, dass sie nicht auf dem nächsten Salat landen, habe ich sie gleich mal umgetopft.

Da ich sonst kaum Blumen auf den Balkon habe, macht mir dieser herzige Farbtupfer vom Markt grad sehr viel Freude.

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Beerenstark: es geht los!

Es sind erst zwei Erdbeeren, die heute reif wurden. Aber für uns sind es ganz spezielle Erdbeeren, denn sie eröffnen die Erntesaison 2017 auf dem Balkon. Es handelt sich um die remontierende Sorte „Evita“, welche jedes Jahr bis in den späten Herbst hinein Früchte trägt. Die Erdbeerblätter haben die Meerschweinchen bekommen, denn weggeworfen wird hier – wenn möglich  – nichts.

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Vor die Linse geflattert…

… ist mir dieses Leichtgebilde aus Licht und Freude, dieser grazile Tänzer der Lüfte. Und entschwebte ebenso schnell wieder im Sonnenlicht zur nächsten Pflanze.

„Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben“ (Hans Christian Andersen)

♥♥♥♥♥♥♥

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Von wegen Unkraut…

Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, den Löwenzahn (Taraxacum officinale) als „Unkraut“ zu klassifizieren? So eine schöne Pflanze ist das und obendrein noch wertvoll und vielseitig einsetzbar als Küchen- wie auch als Heilpflanze (wozu alle Pflanzenteile verwendet werden können).  Bienen verarbeiten den Nektar zu schmackhaftem Löwenzahnhonig und für Kaninchen und Meerschweinchen sind sowohl die leicht bitter schmeckenden Blätter wie auch die gelben Blüten DER Leckerbissen! Hätte ich mehr Platz, würde ich dem Löwenzahn Raum zur Entfaltung geben.

Ein Tipp: wenn Sie Löwenzahn als Salat verwenden wollen, dann wässern Sie die Blätter nicht, denn dadurch werden die Bitterstoffe ausgespült. Ein mildes Dressing passt speziell gut zum herben Geschmack dieses Wildgemüses.

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Kräuterchallenge

Meine liebe Bloggerkollegin Almuth hat für heute zur Kräuterchallenge – für mehr Nektar in unseren Gärten – aufgerufen. Wir alle können mit einem ganz einfachen und erst noch für alle Beteiligten schmackhaften Mittel helfen, der zusehends schwindenden Insektenwelt das Leben zu vereinfachen: Kräuter kaufen/anpflanzen und diese blühen lassen. Denn unsere Küchenkräuter sind für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co. äusserst wertvolle und sehr beliebte Nektarpflanzen!

Dies ist mein Beitrag zur heutigen Kräuterchallenge: #Biene an blühendem Oregano

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Der Balkon im Mai

Heute mal ganz wenige Worte, dafür umso mehr Blätter. Ein paar Impressionen aus dem Dschungel vom Balkon, wie er grad momentan so erfreulich vor sich hingrünt:

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Wie es mit der Weide weiterging

Meine Neuanschaffung, die Hängende Salweide (Salix caprea), hatte ich bereits hier Klick vorgestellt. Sie entwickelte sich in der Zwischenzeit noch mehr zu einem echten Highlight auf dem Balkon

Ihre knorrigen, hängenden Äste mit den elliptischen, breiten Blättern verleihen der Weide einen ganz eigentümlichen Charme

Die Heilpflanzenkunde setzt Weidenblätter gegen allerlei Beschwerden ein und ich weiss, dass sie sowohl frisch wie auch getrocknet eine Delikatesse für Kleintiere sind!   ♥ Mir gefällt die Pflanze sehr ♥

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