Pflanzenfreundschaft

Seit neun Jahren erfreut uns die Fette Henne Jahr für Jahr mit ihren prächtigen Blüten im Spätsommer. Nicht nur uns, auch die Bienen lieben diese nektarreiche Pflanze. Die Fette Henne teilt ihren (nicht allzu grossen) Topf mit einem Löwenzahn, der sich eines Tages zu ihr gesellt hat. Die beiden harmonieren nicht nur farblich, sondern scheinen sich gegenseitig zu stärken statt zu verdrängen. Eine Pflanzenfreundschaft? Eine Symbiose auf jeden Fall. Der Löwenzahn wird momentan gerne als Bienenweide benutzt; kaum ist dieser dann verblüht, spriessen jeweils die weissen Blüten der Fetten Henne.

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10 Kommentare zu Pflanzenfreundschaft

  1. Almuth sagt:

    In diesem Fall ideal, wie mir scheint ! Bei mir hat sich vor vielen Jahren ein Löwenzahn in einen Topf mit Glockenblumen gesetzt, mittenrein ! Würde ich nicht immer wieder die Blätter stutzen, hätte der Löwenzahn vermutlich den Topf übernommen. Die Glockenblumen sind etwas im Rückzug begriffen, aber das mag auch noch andere Gründe haben. Wahrscheinlich kommts immer drauf an, wer mit wem in einem Topf steht. Sonst lasse ich auch gerne verschiedene Pflanzen beieinander stehen. Unter der Weide stört der Löwenzahn jedenfalls nicht 🙂

  2. Arletta Rusterholz sagt:

    Stimmt, nicht jede „Vergesellschaftung“ nimmt so freundschaftliche Formen an, aber wenn Pflanzen so jahrelang gut miteinander können, sich in Wachstum und Blütezeit so schön ablösen, das fasziniert mich dann schon. Überhaupt bewundere ich ja stets die Schönheit von Löwenzahn, ich kenne kaum schönere Blüten (meine Lieblingsfarbe halt). War es nicht bei Dir auf dem Blog, als wir darüber diskutiert haben, wie unverschämt es doch ist, eine Pflanze von solcher Schönheit als „Unkraut“ zu degradieren? Oh, Du hast auch eine Weide? Ich ja auch seit kurzem. Dieses Salweide mit den hängenden Ästen. Da wird sich kaum ein Bodendecker ausbreiten drunter, da zu dunkel. Liebe Grüsse schickt Dir, Arletta

    • Almuth sagt:

      Ja, die Weide (keine hängenden Äste, deshalb genug Licht) hat sich hier vor vielen Jahren mal selbst ausgesät. Aber im Moment sieht sie ein bißchen mau aus. Der Topf ist nicht besonders groß – mehr Platz kann ich ihr nicht bieten – und die meisten Dünger verträgt sie nicht. Sobald dann die Sonne scheint, sind jedes Jahr die Blattspitzen verbrannt (braun geworden). Dieses Frühjahr habe ich mal nicht gedüngt. Jetzt sind die Blätter, die weiter hinten unter dem Dach im Schatten waren, schön grün, während die vorne, am Licht, kleiner und eher gelbgrün sind…?! Wahrscheinlich bräuchte sie einen größeren Topf und evtl. gieße ich sie manchmal zu wenig. Vor zwei Jahren hat sie bombastisch geblüht, und seitdem nicht mehr. Vielleicht braucht sie aber auch mal Pause. – Löwenzahn ist schön. Ich mag die Blüten auch sehr, genauso wie die schönen Pusteblumen ! Liebe Grüße, Almuth

      • Arletta Rusterholz sagt:

        Ah, so eine Weide hast Du. Bei meiner stelle ich auch fest, dass sie extremst viel Wasser braucht. Über Dünger kann ich gar nichts sagen, weil ich ja „nur“ mit dem MikroDünger mit Effektiven Mikroorganismen arbeite. Das mit den Blättern ist ja interessant, dass ausgerechnet diejenigen am Licht nicht so gut ausschauen, vielleicht mag die Weide den Schatten doch lieber? Ich widme meiner Weide nächste Woche einen Beitrag. Das ist so eine charmante Pflanze geworden. Mit lieben Grüssen, Arletta

  3. Liebe Arletta, Du hast ja einen sehr spannenden Blog. Vielen lieben Dank für den Kommentar zu meinem letzten Beitrag. Ich werde Deinen Blog auch gleich einmal verlinken 🙂

    Löwenzahn haben wir auch total viel im Garten. Fast schon zu viel. Die Bienen haben aber eine Freude damit und das ist doch gut.

    LG kathrin

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Hallo liebe Kathrin!
      Und herzlich willkommen auf meinem Blog und danke für das schöne Kompliment und für’s Verlinken! Dein Blog befindet sich schon seit geraumer Zeit auf meiner Blogroll, ich schaue sehr gerne immer wieder bei Dir rein!
      Löwenzahn wächst in fast allen meinen Töpfen, aber meist kommt er nicht bis zur Blüte, weil ich ihn vorher abschneide und den hungrigen Nagetiersippe zum Frasse vorwerfe oder besser gesagt: serviere. Ist ja ein echtes Schmankerl und erst noch ein gesundes.
      Mit ganz lieben Grüssen,
      Arletta

  4. Cecilia sagt:

    Liebe Arletta,
    ich brauche mal einen wohlmeinenden Rat: Man hat mir ein kleines historisches Gärtchen angeboten, allerdings recht verwildert. Ich dürfte ihn kostenfrei nutzen (Pflege gegen Nutzung sozusagen). Ich zögere ein bisschen, weil ich dieses Jahr beruflich noch so eingespannt bin, dass ich eigentlich keinen *echten* Garten in Angriff nehmen wollte. Aber die Gelegenheit ist doch ziemlich gut. Was würdest du an meiner Stelle tun? Annehmen oder ablehnen? Zwei Bilder vom besagten Gärtchen gibt es in meinem letzten Blog-Post.
    Viele liebe Grüße,
    Cecilia

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Cecilia
      Ich habe den Beitrag auf Deinem schönen Blog gesehen und hätte liebend gerne darauf geantwortet, aber irgendwas an der Kommentarfunktion klappt nicht, denn will ich ihn absenden, dann macht es *ERROR*.
      Cecilia, Du fragst doch nicht allen Ernstes ausgerechnet mich, wie ich mich entscheiden würde, böte mir jemand eine solche Gelegenheit! Annehmen! Ganz, ganz, ganz sonnenklar! Der Garten muss doch nicht von jetzt auf gleich perfekt aussehen, da kannst Du Dir doch bestimmt Zeit lassen und in dem Rahmen daran arbeiten, wie Du eben grad kannst. Und punkto Bepflanzung gibt es so viele Möglichkeiten von sehr aufwändig hin bis zu total pflegeleicht, von täglich mehrmals giessen bis hin zu gar nie. Von Blätter zusammenrechen bis hin zu immergrün. Das mit der beruflichen Angespanntheit sehe ich mittlerweile und aus eigener Erfahrung auch sehr differenziert: das kann ändern, schneller als Dir lieb ist. Und plötzlich werden Garten, Balkon, Tiere, Blog und alles was damit zusammenhängt zum zentralen Punkt Deines Lebens inklusive Deiner Existenz. Nur schon deshalb würde ich raten: annehmen und geniessen! Egal in welcher Phase des Lebens Du steckst.
      Lass mich wissen, wie Du Dich entschieden hast, liebe Cecilia, und eben, könnte ich kommentieren, ich würd’s bei jedem Deiner Beiträge tun (der mit der Amsel, da habe ich bestimmt zehn mal versucht, ach…)
      Mit ganz lieben Grüssen
      Arletta

  5. Cecilia sagt:

    Vielen lieben Dank, Arletta!
    Dass die Kommentarfunktion streikt, ist wirklich seltsam (arbeitest du mit einem Mac?), aber ich habe deine Antwort ja trotzdem gefunden 🙂

    Ich will nicht hoffen, dass sich meine berufliche Situation verschlechtert, ich liebe meinen Beruf, aber zumindest dieses Jahr arbeite ich noch an der Weiterqualifikation, danach wird es – hoffentlich – entspannter.
    Ich denke, dass dem Besitzer klar sein wird, dass ich dieses Kleinod nicht in zwei Wochen in die Gärten des Elysiums verwandeln werde, sondern etwas Zeit brauche. Er verwildert ja schon eine Weile, da sollte es nicht auf ein paar Monate ankommen.

    Mein Zögern kommt auch daher, dass ich einfach 0% Erfahrung mit *echten* Gärten habe. Die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten sind mit meinem Minigärtchen ja gar nicht vergleichbar. Andererseits wird es wohl nie wieder ein besseres Angebot geben. Der Garten liegt auf meinem Weg zur Arbeit. Ich könnte morgens im Vorbeigehen Pumps gegen Gummistiefel tauschen und gießen… und abends auf dem Heimweg noch ein paar Radieschen ernten. Und immerhin ist es schon ein angelegter Garten und kein brach liegendes Land, das erst einmal urbar gemacht werden muss.
    Die Tendenz geht eindeutig zu einem JA. Aber eine Nacht brauche ich wohl noch, bis mir wirklich wohl dabei ist.

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Cecilia
      Eine ambivalente Situation und ich verstehe natürlich auch das Argument GEGEN den Garten. Nur… hör mal in Dich rein, folgende Situation: Du auf dem Weg zur/oder von der Arbeit. Und Du siehst jemand anderen dieses Kleinod bewirtschaften. Jemanden, der Dir den Garten weggeschnappt hat. Was empfindest Du bei diesem Gedanken? Ich glaube fast, ich kenne die Antwort… Was den Mangel an Erfahrung anbelangt: gerade in der Garten-Bloggerwelt summiert sich ein riesiger Schatz an Erfahrungen und mit Hilfe und Ratschlägen wird auch nicht gegeizt. Ich glaube stark, dass Du das auf die Reihe kriegst.
      Ich kenne den Stress mit Weiterbildungen etc. Aber keine dieser Ausbildungen hat für mich als Mensch und für mein Leben so viel an Erkenntnissen gebracht, wie das Gärtnern. Und nichts hat mir auch nur annähernd so gut über die kleinen und die riesigen Krisen des Lebens hinweggeholfen wie das Gärtnern und das damit verbundene Bewusstsein um die Kreisläufe der Natur und des Lebens.
      Ich bin sehr gespannt auf Deine Entscheidung und grüsse Dich herzlich,
      Arletta (nein, kein Mac.. und sonst nirgends Kommentarprobleme, weiss der Geier… hoffentlich finden wir das noch raus!)

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