Salbeiblütenessig

Anfang Juni waren die schönen Salbeiblüten leider „hinüber“, ich habe sie abgeschnitten, damit die Pflanze wieder kräftig neu austreiben kann. Wegwerfen mochte ich die verblühten Schönheiten nicht, so liess ich sie an einem schattigen Platz erstmal trocknen. In dieser Zeit ist mir die Idee gekommen, ich könnte doch mal versuchen, Salbeiblütenessig selber herzustellen, denn schliesslich duftete der getrocknete Strauss immer noch sehr stark und die Wirkstoffkonzentration in Getrocknetem ist ja bekanntlich um ein Vielfaches höher. Mit getrockneten Kräutern angesetzter Essig verdirbt auch weniger schnell als die Frischkräutervariante.

Als Basis habe ich hochwertigen Weissweinessig genommen und diesen über die grobgehackten Salbeiblüten und -blätter, Pfefferkörner, Schalottenwürfelchen und eine Zitronenscheibe in ein Einmachglas geleert, bis alle Zutaten vollständig mit Flüssigkeit bedeckt waren. Das Glas habe ich für drei Wochen an einen kühlen und schattigen Platz gestellt (angesichts der hohen Sommertemperaturen war’s diesmal sogar der Kühlschrank) und immer mal wieder etwas geschüttelt, damit sich die Blüten verteilen und der Essig richtig gut durchziehen konnte.

Heute schliesslich war es soweit: ich habe die Flüssigkeit durch ein Sieb gefiltert und in eine gut verschliessbare Glasflasche abgefüllt. Der Salbeiblütenessig schmeckt sehr intensiv und würzig. Vermischt mit Olivenöl, wenig Senf, Meersalz und zwei Teelöffeln Ahornsirup bildete er einen reizvollen Kontrast zum frischen Blattsalat, den es heute Mittag gab. Und ich bin mir sicher, dass er ebenso gut zu Kohlrabi passt 🙂

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4 Kommentare zu Salbeiblütenessig

  1. Almuth sagt:

    Das klingt toll 🙂 Mmmh ! Bon Appetit kann ich da nur sagen. Liebe Grüße, Almuth

  2. Cecilia sagt:

    *Neid*
    Sieht super aus. Ich habe zwar tolle Salbei-Blüten im (großen) Garten, aber das mit dem Essig habe ich mittlerweile aufgegeben… ich lege die Kräuter in Essig ein – penibel geputzt und gewaschen – und trotzdem schwimmt einen Tag später eine tote Blattlaus in meinem Essigansatz 🙁
    Auf die idee, sie erst mal zu trocknen, bin ich noch gar nicht gekommen. Das wäre vielleicht nochmal einen Versuch wert…
    LG

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Hallo Cecilia

      Schmeckt auch super 🙂 Getrocknete Kräuter zu verwenden hat für mich gleich zwei Vorteile: erstens kann der angesetzte Essig weniger schnell „kippen“ und zweitens dauert es weniger lang, bis er wirklich gut durchgezogen ist. Mit frischen Kräutern hat das schon gerne mal sechs Wochen gedauert, getrocknet reichten nun die drei Wochen vollkommen. Sogar weniger wäre möglich. Für mich als superungeduldiger Mensch also die besser Variante 🙂

      Mit lieben Grüssen
      Arletta

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