Schneckengeflüster

wp_20161130_13_57_04_pro-3Eine Schnecke auf dem Balkon, das ist wahrlich eine Seltenheit und wohl auf den ersten Blick auch DER Vorteil, den Balkongärtner gegenüber Gartenbesitzern geniessen: diese relative Schneckenfreiheit. Töpfe mit Jungsalat direkt auf dem Boden, diesem könnten etliche Gartenbesitzer schon am nächsten Tag höchstens noch nachträumen. Zeit, Energie und Geld verschwendet. Ich kenne Hobbygärtner, die vor den kriechenden Erfindern der LangsamkWP_20160615_11_00_23_Pro (2)eit kapituliert haben. Schade. Und unnötig.

Sind Schnecken wirklich so schlimm? So zerstörerisch und bitterböse? Muss man sie wirklich alle auf grausame Art töten, um dann zu realisieren, dass die nächste Population schon am ankriechen ist? Nein. Wir sollten viel eher mit ihnen zusammenarbeiten. Wir sollten verstehen, was sie uns zuflüstern: „unsere Überzahl signalisiert Dir, Gärtner, dass in Deinen Beeten ein mikrobielles Ungleichgewicht herrscht und unsere Schneckenpflicht ist, das ganze mikrobiell degenerative Gepflänz sofort in Erde umzuwandeln.“

Wie denn das? Schnecken stehen doch so ganz besonders auf neu gekaufte, fit aussehende knackige Jungpflänzchen, die nur so vor Gesundheit strotzen! Irrtum. Im Gartencenter erworbene Pflänzchen wachsen auf teilsterilisierter Anzuchterde, der die natürliche mikrobielle Besiedlung fehlt. An der Luft oxidiert diese sterile Erde und wird in der Folge durcWP_20160521_16_08_38_Pro (2)h und durch mit Fäulnismikroben besiedelt. Kunstdünger mit viel zu vielen Mineralstoffen geben den vor sich hinleidenden Jungpflänzchen dann noch den Rest: sie wachsen auf mikrobiell degenerativem Milieu, welches ziemlich schnell in Richtung Fäulnis kippt. Diese wiederum sendet Botenstoffe aus, die Schnecken hören diese Hilferufe und schon kommt die ganze Armee angekrochen und räumt ordentlich auf. Und dies in einer Geschwindigkeit, welche den Begriff „Schneckentempo“ in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Schnecken wollen helfen. Genauso wie Bakterien helfen wollen. Kampf gegen diese Experten ihres Fachs bringt nichts. Und kämpfen gegen Invasionen macht auch null Spass. Kapitulieren schon gar nicht. Zusammenarbeit heisst auch hier die Lösung! Frieden schliessen mit WP_20160615_11_04_40_Pro (2)dem Schneckenvolk! Wir wollen die Schnecken nicht ausrotten, sondern mit ihnen zusammenleben, was wiederum nur geht, wenn sich ihr Bestand in akzeptablem Rahmen hält anzahlmässig.

Meine geneigten Leser werden schon wissen, worauf ich nun hinauswill… eine Milieuumstimmung mit Effektiven Mikroorganismen heisst die Lösung. Es wird ALLES in Ihrem Garten mit EM behandelt und in der Folge wird NUR NOCH mit EM gearbeitet: Bokashi (EM-Kompost) kommt in die Erde, welche nur noch mit EM-Wasser getränkt wird, Setzlinge werden von den Wurzeln bis hin zu den feinen Jungblättchen mit EM-Pflanzenschutz eingesprüht… vorhandene Schnecken werden durch diese Behandlungsmethode nicht getötet, andere Tiere werden nicht in Gefahr gebracht, aber aus den abgelegten Schneckeneiern schlüpft kein Nachwuchs, denn wo es nichts zu helfen ergo aufzufressen gibt, da vermehren sich die Schnecken nicht. Mit den Effektiven Mikroorganismen wird ja eine Fäulnisreduktion/-verhinderung angestrebt, Fäulnisbotenstoffe werden keine mehr ausgesandt, kein Nahrungsnachschub bedeutet inaktive Schneckeneier und WP_20160615_10_54_18_Pro (2)somit schlüpft also keine Folgegeneration mehr und der Bestand reguliert sich von selbst. Mikrobielles Gleichgewicht der Pflanzen ist für „Schädlinge“ aller Art ziemlich uninteressant.

Warum ich dies schreibe mitten im Winter? Weil eine Umstimmung des Gartens mit Effektiven Mikroorganismen in erster Linie ein Umdenken erfordert und in zweiter Linie eine langfristige Planung. Welche auf längere Sicht aber viel Zeit, Energie und Geld spart. Schneckenflüstern statt Schneckenkorn* lautet die Devise! Mit aufbauenden Effektiven Mikroorganismen arbeiten statt Gift über Pflanzen und Tiere zu kippen? Wäre das nicht ein schöner „Vorsatz“ für’s Gartenjahr 2017?

*In Anlehung an das gleichnamige Buch von Hans-Peter Posavac

Bezugsquellen für Effektive Mikroorganismen und weitere Informationen gibt es bei:     EM Schweiz AG

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2 Kommentare zu Schneckengeflüster

  1. Almuth sagt:

    Ich glaube, damit muß ich mich mit klarem Kopf auch noch mal beschäftigen ! Interessierte Grüße

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Lohnen tut sich das alleweil, liebe Almuth! Und wenn Fragen aufkommen, Du weisst ja, wer Dich beraten kann *g*. Liebe Grüsse, Arletta

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