Warum Effektive Mikroorganismen so effektiv sind

Grundlage eines ertragreichen und pflegeleichten Pflanzenanbaus ist ein gesunder, fruchtbarer Boden mit einem intakten und vielfältigen Bodenleben. Die Parameter, welche die Bodengesundheit bestimmen sind physikalische Gesundheit (leicht zu bearbeiten, nicht schlammig, nicht vedichtet, optimale Grösse und Verteilung der Poren, grosse Zahl an Regenwurmgängen, optimaler Humusgehalt), die chemische Gesundheit (optimaler pH-Wert, optimale Werte an Mengen- und Spurenelementen, keine toxischen Rückstände, keine Herbizidrückstände) und die biologische Gesundheit (keine Pflanzenkrankheiten und –schädlinge, gutes Immunsystem durch hohe biologische Aktivität, hohe Anzahl an Regenwürmern und deren Aktivitäten).

Die schlechte Nachricht: unsere Böden sind durch dem Streben nach Ertragsmaximierung, den Anbau von Monokulturen, Rohstoffausbeutung und einer rücksichtslosen Abfallwirtschaft ausgelaugt und krank. Die so wertvolle Biodiversität wird durch die Einseitigkeit immer mehr zunichte gemacht, dem Boden aber wird nichts wirklich Aufbauendes zurückgegeben, so dass das mikrobielle Gleichgewicht mittlerweile praktisch überall grundlegend zerstört ist.

Ein geschwächter Boden bringt höchstens noch schwache Pflanzen hervor und nützliche Bodenlebewesen mögen dort nicht leben. Gleichzeitig aber sind das paradiesische Zustände für Schädlinge! Um diesen negativen Kreislauf vermeintlich zu durchbrechen werden gerne verstärkt Düngemittel, Pestizide und Herbizide eingesetzt, welche der Bodengesundheit – und damit auch der Gesunderhaltung von Mensch und Tier – kaum dienlich sind.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: im Gegensatz zu irreversiblen Schäden durch Überbauungen oder Bodenerosionen zum Beispiel, sind Umweltsünden meist reversibel. Rückstände im Boden, verdichtete und damit nicht mehr zu bearbeitende Flächen, das Überhandnehmen von Pflanzenschädlingen und –krankheiten: alles unschön, aber letztendlich wieder gut zu machen. Und dies erst noch mit einer höchst wirksamen und gleichzeitig vollkommen ungefährlichen Methode.

Wer sonst soll dem Boden besser helfen können, als die kleinsten Lebewesen überhaupt, diejenigen mit der allergrössten Erfahrung, denn ohne sie gäbe es unsere Welt überhaupt nicht? Die Rede ist von den Effektiven Mikroorganismen, welche die logischste aller logischen Konsequenzen sind, denn sie setzen Impulse überall dort, wo natürliche Kreisläufe unterbrochen wurden. Sie arbeiten ausgleichend und harmonisierend und haben damit eine nachhaltig regenerierende Wirkung. Die Wiederanreicherung des Bodens mit seinen ureigensten Kleinstorganismen bringt Lebendigkeit in seine mikrobiologischen Aktivitäten und mit ihr eine wiederauflebende Vielfalt, was zu Gesundung, Stärkung und Stabilisierung führt. Kurz gesagt: aus kaputt mach fruchtbar!

Mich erschreckt immer wieder, wie viele Menschen von solch lebenswichtigen Vorgängen schlichtweg keine Ahnung haben. Oder keine Ahnung haben wollen. Ein gesunder  Boden ist die Grundlage allen Lebens. Tragen wir Sorge zu dieser kostbaren Ressource, welche wir nicht grundlos auch als  „Mutter Erde“ bezeichnen!

 Für Bezugsquellen und weitere Informationen: EM Schweiz AG   

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4 Kommentare zu Warum Effektive Mikroorganismen so effektiv sind

  1. Giorgio sagt:

    Liebe Arletta,
    da ist er also, der Artikel über Effektive Mikroorganismen. Vielen Dank, das ist sehr spannend. Ich werde immer gespannter auf diese Perspektive:
    Sind effektive Mikroorganismen nicht überall? Muss man sie künstlich hinzufügen, oder vemermehren sie sich nicht von selbst, sobald man die Sache mal eine Weile in Ruhe lässt?
    Wenn man EM kauft, ist es ein „Mix“ wie er auch in der Natur genau so überall vorkommt, oder doch ein anderer?
    Gibt es bekannte Institute, die so etwas empfehlen?
    Verstehe ich Dich richtig, dass man auf durch zu starke Ausbeutung ausgelaugte Äcker (Deine geliebten Brachflächen) EM 1 quasi versprühen soll? Wie macht man das? Gibt es dafür Anwendungs-Pläne mit Dosierung, Verdünnung, Versprühtechnik, Jahreszeit, etc.? Also ganz konkrete Anweisungen, mit denen z.B. ein Biobauer wüsste, wie er loslegen kann?
    Und zu guter Letzt: Lohnt es sich eventuell sogar, das im Kleingarten einzusetzen?
    Sorry, Fragen über Fragen. Bin halt so gespannt!
    Herzlich Giorgio

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Lieber Giorgio!
      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar und die interessanten Fragen. Ich werde einiges davon für zukünftige Beiträge aufgreifen! Vor allem aber die praktische Anwendung vom Mischen mit Wasser bis zum Ausbringen auf die Pflanzen auch mal fotografisch festzuhalten, das steht bereits auf meinem „Redaktionsplan.“
      Effektive Mikroorganismen SOLLTEN eigentlich in idealer Zusammensetzung in der Natur vorhanden sein. Doch dies ist heutzutage nur noch Wunschdenken, je mehr die Natur zerstört und ausgebeutet wird, desto weniger sind ideale Zustände aufzufinden. Der rettende Mikroorganismen-Mix bleibt immer derselbe. Ich habe die Mischung unter dem Menupunkt „Mikroorganismen“ detailliert beschrieben, wenn Du mal reinschauen magst. EM kann jeder anwenden, egal wie gross die zu bewirtschaftende Fläche ist. Gärtner, Landwirte, Kleingärtner und auch Balkongärtner. Ich persönlich „bewirtschafte“ ALLES nur und ausschliesslich mit EM und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil ich hier gerne die Werbetrommel rühre, sondern aus vollster Überzeugung. Auf Brachflächen kann man EM versprühen zur Unterstützung, der Witz ist aber, dass die spezifischen Knöllchen-Bakterien der Leguminosen diesen Job quasi von der Wurzel aus erledigen sollten. Von daher wird die Anwendung von EM eigentlich obsolet. Kann aber durchaus nachhelfen und die Erholung des Bodens erheblich beschleunigen. Dr. Anne Katharina Zschocke zitiert in ihrem Buch über die erstaunlichen Kräfte der Effektiven Mikroorganismen zahlreiche Institute, mit denen sie zusammenarbeitet, auch Krankenhäuser, die damit gegen antibiotikaresistente Keime mit EM vorgehen, im Netz ist auch einiges darüber zu finden. Das Problem ist: mit diesen EM, wie mit vielen anderen „alternativen“ Methoden lässt sich verhältnismässig wenig Geld machen. Da bleiben die namhaften Institute doch lieber gleich der Chemie treu verbunden, da wäre auch für die Wirtschaftlichkeit im monetären Sinne gesorgt… Ich hoffe, lieber Giorgio, ich konnte einige Deiner Fragen einigermassen klären und sende Dir beste Grüsse, Arletta

  2. Almuth sagt:

    Liebe Arletta, ein schöner und interessanter Beitrag ! Du schreibst, daß es sich auch für Balkongärtner eignet. Muß man denn davon ausgehen, wenn man Pflanzenerde oder Komposterde kauft, daß die Bedarf an Mikroorganismen haben ? Ich hätte jetzt ganz naiv gedacht, daß die recht gehaltvoll ist, aber ich habe davon leider keine Ahnung ! In der Regel kaufe ich herkömmliche Pflanzenerde, allerdings kann man wohl beim hiesigen Müllentsorger gute Komposterde bekommen, leider in Mengen, die ich mit dem Rad nicht transportieren kann. Das wäre sonst vielleicht die bessere Erde ?
    liebe Grüße.
    Almuth

    • Arletta Rusterholz sagt:

      Liebe Almuth, danke für das Kompliment! Die Sache mit käuflicher Erde ist so schwierig zu beantworten, denn hier gibt es Qualitätsunterschiede noch und nöcher. Häufig enthält die Erde viel zu viele Mineralien, aber zu wenige Mikroorganismen. Komposterde verspricht eigentlich das Vorhandensein von genügend Mikroorganismen, aber auch da kann man Überraschungen erleben, gerade auch, wenn die Erde genug lange vor sich hingärt in der Verpackung und die falschen Mikroorganismen bereits überhand genommen haben. Gekaufte Pflanzen stehen meist in teilsterilisierter Anzuchterde. Diese oxidiert an der Luft und ist anschliessend überwiegend von Fäulnismikroben durchzogen. Die Pflanzen werden mit Mineraldüngern hochgepäppelt, wachsen aber auf mikrobiell degenerativem Milieu. Ergo wachsen sie dort nicht lange. Reichert man selber die Erde mit Effektiven Mikroorganismen an, ist man auf der sicheren Seite und verwandelt auch minderwertige Erde in fruchtbaren Boden. So meine persönliche Erfahrung. Mit lieben Grüssen, Arletta

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